Montag, März 31, 2008

Fair play

Jürgen Todenhöfer meint, um dem Terror Einhalt zu gebieten solle der Westen die Islamische Welt ebenso fair behandeln wie die Jüdische Welt.
Also nein, wie die Israelische Welt.
Nein, wie USrael.
Auch nicht richtig, also wie Israel eben.

Das sollte nicht allzu schwer fallen, denn viele Muslime sehen sich ohnedies selbst als neue Juden und als Opfer eines westlichen Genozids - also abgesehen von den Muslimen die den Holocaust als jüdische Inszenierung betrachten, oder als nicht erfolgreich abgeschlossen, oder als beides, oder was weiß ich ...
Und auch Todenhöfer meint ja, dass bereits Millionen Muslime Opfer westlichen Terrors waren (Politik ist Terror und Terror ist Politik - und irgendwie sind wir doch alle ein wenig Terroristen wie auch Politiker).

Jetzt muss er uns halt nur noch mitteilen, welche Muslime er eigentlich meint, die korrupten Regierungen (was angeprangert wird) oder die radikalen Islamisten (was ebenfalls angeprangert wird)?
Die Muslime von seinem Punkt 8 eventuell, dann fragt sich bloß wo die sind?

Und als Anmerkung: Es ist doch etwas dreist, wenn ein Außenstehender darüber urteilen möchte, ob ein Muslim auch ein echter Muslim ist.
So wie Todenhöfer das bei den islamischen Terroristen macht, deren islamische Zugehörigkeit er als Nichtmuslim in Abrede stellt.

Aber man kann das alles natürlich auch ganz anders sehen: