Freitag, August 24, 2007

Persischer Golf - und alles wird gut!

Ich bin ja immer wieder aufs Neue fasziniert, wie wichtig die Bezeichnung Persischer Golf für das "psychische Wohlbefinden" der Iraner sein muss - was könnte es auch für den Iran wichtigeres geben, oder gar für Exil-Iraner?

Aus der Wikipedia: Der Begriff Golf bezeichnet eine größere Meeresbucht.
Das Wort leitet sich aus dem italienischen golfo (ebenfalls „Meerbusen“) ab. Dieses wiederum geht auf altgriechisch κόλπος (kólpos) in seiner späteren Form κόλφος (kólphos) zurück, das „Wölbung“ – besonders „Busen“, „Schoß“ – und übertragend auch „Talgrund“, „Meeresbusen, -tiefe“ bedeutet.
Die im Deutschen ebenfalls verbreitete Bezeichnung Meerbusen ist eine Lehnübersetzung von lat. sinus (maritimus) und wird 1605 im Wörterbuche des Hulsius erstmals verzeichnet.


Also Leute, das ist der Persische Golf, er ist Teil des Arabischen Meeres, welches wiederum Teil des Indischen Ozeans ist.
Und das klitzekleine Fuzzelchen im Bild links oben ist Israel, auch ein alter Name.

Freitag, August 17, 2007

Islam in Europa - Islam in Brüssel - Demokratie ist anderswo

Geplant war eine friedliche Demo inklusive Schweigeminute, anlässlich des wiederkehrenden Datums 9/11 (Anm.: 11. September).
Stattfinden sollte dies alles in Brüssel, der mitunter auch als europäischen Hauptstadt bezeichneten belgischen Kapitale.

Ein Umstand der allerdings dem sozialistischen Bürgermeister von Brüssel Freddy Thielemans, sauer aufstieß.
Vor allem zeigte er sich besorgt, dass angesichts der vielen Muslime in Brüssel nicht für die Sicherheit garantiert werden könne.
Nun, er wird es am besten wissen, ein großer Teil seiner sozialistischen Fraktionskollegen sind Muslime.

Die Veranstalter der Demo wollen sich aber nicht so leicht geschlagen geben und dennoch nach Brüssel kommen.
Wofür diese Leute stehen (ich weiß auch nicht mehr von ihnen als ihre Webseite hergibt):

Islam in Europa; Medienlink zu liveleak

Voodoo - Politik



Sonntag, August 12, 2007

Die britischen Murat Kurnaz-e

Übernommen aus der Daily Mail von Richard Littlejohn.
Die schändlichen Fünf sollen in Guantanamo verrotten.

Lasst die Musik aufspielen, rollt den Roten Teppich aus, hisst die Flagge - sie kommen nach Hause, sie kommen nach Hause!
Lasst unsere Freude grenzenlos sein.
Die britische Regierung hat die sofortige Freilassung von 5 in Großbritannien lebenden Personen verlangt, welche in Guantanamo inhaftiert sind, und die USA scheinen auch bereit dem Folge zu leisten.

Im Augenblick wenn sie am Heathrow-Airport landen werden die Medien die Schändlichen Fünf feiern.
Es wird mitfühlende Interviews auf BBC geben, Buch-Verträge, Kolummnen im Guardian.
Die monatliche Titelseite auf Facebook ist ihnen sicher, wir werden düstere, tränenreiche Berichte ihrer unrechtmäßigen Inhaftierung und "Folterung" aufgetischt bekommen.

Leichtgläubige Journalisten und Kommentatoren werden ihre unglaubwürdigen Aussagen über irrtümliche Verhaftungen und Identitätsverwechslungen anstandslos schlucken.
Begierig darauf jeden Strohhalm zu ergreifen um den USA eins auszuwischen und den Kampf gegen den Terror zu unterminieren.

Man wird diese armen Lämmchen einladen, die unprovozierte westliche Aggression gegen Muslime anzuprangern, und uns mitteilen, "dass Bush schlimmer als Hitler sei".
Fette Ansprüche auf Schadenersatz werden folgen - mit kostenlosem Rechtsbeistand, natürlich.

Doch bevor Sie eine weitere Flasche Champagner ergreifen um diesen Triumph der Wahrheit und Gerechtigkeit zu feiern, lohnt es sich einen Blick auf die Akte dieser britischen "Bürger" zu werfen.

Keiner dieser fünf ist britischer Staatsbürger, und keiner der Fünf lebte zum Zeitpunkt seiner Ergreifung tatsächlich in Großbritannien.

Doch allen fünf wurde das Recht auf Aufenthalt gewährt, nachdem sie als Asylsuchende angekommen waren.
Als man sie jedoch aufgriff befanden sie sich tausende Kilometer weit entfernt - in Pakistan, Afghanistan und Gambia.

Nehmen Sie zB. Shaker Aamer, er ist saudischer Nationalität und kam 1996 nach Großbritannien. Als man ihn festnahm arbeitete für eine "Wohlfahrtsorganisation" in Jelalabad.

Laut seines Anwalts, dem allgegenwärtigen Clive Stafford Smith, begab sich Aamer 2001 nach Pakistan und in Folge nach Afghanistan um Arbeit zu suchen - weil er in Großbritannien damit gescheitert war.
Wie man sich bettet, so liegt man.
Da sitzt man also in einer Sozialwohnung in Birmingham, blättert die Stellenangebote des Evening Mail durch und findet einfach nichts seinen Talenten entsprechendes.
Da man also nichts entsprechendes findet, entschließt man sich die Koffer zu packen und sein Glück in Afghanistan zu versuchen.

Natürlich ist es nichts ungewöhnliches, dass Leute auf der Suche nach einem besseren Leben emigrieren.
Australien, Neuseeland und die USA sind populäre Zielorte.
Doch wie viele entscheiden sich wohl dafür, dass das Gras in Afghanistan grüner ist?
Zu einem Zeitpunkt als das Land von den Taliban regiert wurde.
Vielleicht hoffte er ja auf einen Job der das Steinigen sündiger Ehefrauen oder die Enthauptung Ungläubiger beinhaltete.

Man beachte: Als Aamer sich nach Afghanistan einschiffte lag die offizielle Arbteitslosenrate in Kabul bei 70 Prozent.

Dann ist da noch Abdennour Sameur, ein algerischer Flüchtling dem im Jahr 2000 britisches Asyl gewährt wurde.
Zwei Jahre später wurde er in der Bergregion zwischen Pakistan und Afghanistan festgenommen, in der Gesellschaft einer arabischen Gruppe.

Laut eigener Aussage ging er dorthin, "Da es unmöglich wäre, in Großbritannien das Leben eines aufrechten Muslims zu führen."
Doch nur ein Verrückter würde sich mitten in ein Kriegsgebiet begeben, auf der Suche nach einer vergeistigteren Existenz.

Wie steht es mit Omar Deghayes?
Einem Libyer mit Asylstatus in Großbritannien, doch auch er wurde in Pakistan festgenommen - seine Familie lebt nun in Afghanistan!
Auf Grund welcher überbordenden Fantasie lässt sich schließen, dass es sich bei ihm um einen "britischen Bürger" handelt?

Sicherlich hätte er als guter Muslim Asyl in Pakistan oder Saudi Arabien beantragen sollen.
Gleiches gilt für Binyam Mohammed, einen Äthiopier der 2001 zum Islam konvertierte - ein sehr gutes Jahr dafür.
Auch er wurde in Pakistan festgenommen, wegen "explosiver" Anschuldigungen.

Jamil el-Banna, ein Jordanier, bekam seinen Flüchtlingsstaus im Jahr 2000 zuerkannt.
Festgenommen zwei Jahre später in Gambia, er führte eine verdächtige Vorrichtung bei sich als er versuchte ein Flugzeug zu besteigen.
Er hatte Verbindungen zu Abu al-Qatada, al-Quaidas "Botschafter" in Europa.

El-Banna sagt, er hätte Quatada bloß einmal getroffen.
Nun, dann hat es damit wohl auch seine Ordnung.
Sagen wir, ich täusche mich - was nicht der Fall ist - und diese Männer haben sich nichts weiter zu Schulden kommen lassen, als zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.

Denn darum geht es, für in Großbritannien sesshafte Personen wäre der richtige Ort für sie Großbritannien gewesen - nicht Pakistan, Afghanistan oder Gambia.

Sie alle kamen hierher mit dem Anspruch sie würden um ihr Leben fürchten.
Wenn also Großbritannien wirklich der einzige Ort gewesen wäre, wie Clarkson behauptet, - in der ganzen weiten Welt - an dem sie sich sicher fühlen konnten, warum haben sie sich nicht selbst einfach zu ihrem Glück gratuliert und sind geblieben?

Stattdessen, kurz nach Erlangung des Flüchtlingsstatus, tauchten sie an einigen der unfreundlichsten und gefährlichsten Orte der Welt ab.
Warum also - zur Hölle nochmal - denkt diese Regierung, wir hätten auch nur irgendeine Verpflichtung ihnen gegenüber?

Ganz einfach, dies ist eine Möglichkeit Gordon Browns, sich in den Augen der "Guardianistas" (Anm.: wohl die Zeitung The Guardian) zu profilieren und zu zeigen, dass es sich bei ihm eben nicht um einen Pudel des verhassten G.W. Bush handelt.
Es geht hierbei nicht um 5 Gefangene, es geht - wie bei allem das Gordon Brown auch sonst unternimmt - um Gordon Brown und um Gordon Browns Image.

Pathetisch - Einer gab offen zu, dass er nicht in Großbritannien leben möchte.
Der Rest verzichtete von sich aus auf unsere Gastfreundschaft.
Sie sind kein britischen Bürger, sie alle sind Bürger von Guantanamo und das waren sie die letzten fünf Jahre über.

Und soweit es mich betrifft, können sie dort auch bleiben bis sie verrotten.

Siehe auch:
http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk_politics/6935532.stm

Samstag, August 04, 2007

Barack Obama, on how to get Osama

Einer der potentiellen US-Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, scharf kritisiert von allen Seiten für seine frühere Aussage, grundsätzlich mit jedem Diktator auch persönlich parlieren zu wollen, zeigt neuerdings Muskeln (noch kann er es ja beim Reden belassen).

So kann er sich neuerdings vorstellen, Militäroperationen in pakistanischem Hoheitsgebiet anzuordnen, um Osama und Co dingfest zu machen.
Vorausgesetzt die pakistanische Seite zeigt sich nicht ausreichend kooperationsbereit - was in letzter Zeit der Fall war, wohl auch auf Grund innenpolitischer Schwierigkeiten, denen sich Musharraf ausgesetzt sah.

Die fehlende Kontrolle über die Vorgänge im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan (oft als "Stammesgebiet" bezeichnet) bleibt jedenfalls weiterhin ein dringendes Problem Paksitans, innen- wie außenpolitisch.

Invade Pakistan to get Osama!

Siehe dazu auch:
Counterterrorismblog