Dienstag, Januar 23, 2007

Lernen aus Literatur - Eric Ambler

Kürzlich habe ich mal wieder in A Coffin for Dimitrios von Eric Ambler geblättert und das Buch ist wirklich einmalig, nicht umsonst wird es von vielen als Amblers bestes bezeichnet und wurde bereits zweimal verfilmt (als "The Mask of Dimitrios").
Das kann ich zwar ehrlicherweise nicht beurteilen, da ich die anderen nicht kenne - noch nicht - aber weiterempfehlen möchte ich es auf jeden Fall.

Geschrieben wurde es gegen Ende der 30er Jahre, Erstveröffentlichung war 1939, die Story bewegt sich in einem Spannungsbogen von Südosteuropa (Griechenland, Bulgarien, Türkei) über Genf bis Paris, und es ist erstaunlich was ein Schriftsteller wie Ambler bereits damals an Material verarbeiten konnte: Menschenhandel (white slavery), Drogenschmuggel und alles vor dem Hintergrund von Spionage und internationaler Politik.
Deutsch als Die Maske des Dimitrios, im Diogenes Verlag in der 20. Auflage.

Montag, Januar 22, 2007

Appeasement und Selbstaufgabe

Ein sehr guter Beitrag aus dem Calvelli-Blog:

Dem amerikanischen Historiker und Publizisten Walter Laqueur kann man nicht nachsagen, er würde die Gefahr des Islamismus, dem man in Europa zumeist mit einem politischen, kulturellen und moralischen Relativismus begegnet, unterschätzen ...
Die Simulation des Appeasements

Freitag, Januar 19, 2007

Türkei: Hrant Dink ermordet

Wie bereits der Schrifsteller Orhan Pamuk oder die Schriftstellerin Elif Shafak und einige andere, so war auch der türkische Journalist armenischer Herkunft Hrant Dink mit dem türkischen Strafgesetz wegen Verrat des Türkentums in Konflikt gekommen und musste sich vor Gericht verantworten, im Ggs zu anderen war er auch verurteilt worden.

Jetzt wurde er ermordet: Kritischer Journalist erschossen

Samstag, Januar 13, 2007

Kreuzzug-Europa oder Space Opera Teil IV


Der Kreuzzug Europa ist die aktuelle Strategie der Church of Scientology um Europa zu... äh, scientologisieren.
Dazu gehört auch die Eröffnung der neuen Zentrale in Berlin, wobei die eigentliche Zielsetzung wohl darin besteht in Verwaltung und Poltik einen Fuß in die Tür zu bekommen.

Aber kommen wir zum wesentlichen, zu deren Credo (woran ein Scientologe glauben muss), manche Menschen glauben an Gott (oder mehrere), manche glauben an sich selbst, Scientologen glauben an Xenu:
Xenu ist ein galaktischer Herrscher, der vor 75 Millionen Jahren Menschen auf die Erde gebracht, sie um Vulkane herum aufgehäuft und mit Wasserstoffbomben in die Luft gejagt habe. Darauf hätten ihre Seelen Schwärme gebildet, die sich an die Körper lebender Menschen angeheftet hätten und die bis heute den Menschen körperliche und seelische Probleme bereiteten. Diese Ereignisse sind bei Scientologen als "Incident II" ("Ereignis II") bekannt, und die traumatischen Erinnerungen, die sich darauf beziehen, als "Der Feuerwall" oder der "R6 Implant". Die Geschichte von Xenu ist Teil des Glaubens von Scientologen an außerirdische Zivilisationen und Eingriffe fremder Wesen in die Ereignisse auf der Erde, der von L. Ron Hubbard, dem Gründer von Scientology, als 'Space Opera' zusammengefasst wird.
Also, Vulkane und Wasserstofbomben das hat schon was!
Infos
Deutsch:
Battlefield Earth
Infoseite von Ingo Heinemann
noch eine Infoseite
Englisch:
Stopscientology
Infopage

Donnerstag, Januar 11, 2007

Den Boten totschlagen

Hätte man früher gemacht, heute kommt man für die Verbreitung unangenehmer Fakten vor Gericht.

Aus der Achse des Guten, von Hannes Stein - Spenden gegen den Irrsinn


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde!
Heute morgen, am 10.01.2007 um 9.45 Uhr ist das Urteil im
Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen gegen mich gesprochen worden ...

Freitag, Januar 05, 2007

Leitkultur auf Türkisch

Ein Kommentar aus der taz von IRINA WIESSNER

Trotz mehrerer Reformen werden Minderheiten in der Türkei noch immer gegängelt. Der türkische Nationalismus behindert auch eine wirkliche Integration in Deutschland.
Hier weiterlesen

Und vom Institut für Islamfragen der Evangelischen Allianz

Türkei: Christen drohen 9 Jahre Haft wegen Weitergabe ihres Glaubens.
Hier weiterlesen

Mittwoch, Januar 03, 2007

Chefsache

Zur europäischen "Chefsache" wurde mit dem EU-Beitritt Bulgariens der Fall der zum Tode verurteilten 5 bulgarischen Krankenschwestern - plus einem palästinensischen Arzt - die seit rund 8 Jahren in Libyen inhaftiert sind.
Zur Last gelegt wird ihnen die vorsätzliche Infektion von 426 Kindern mit dem Aids-Virus in einem libyschen Spital in Bengasi - wobei internationale Experten dieser Darstellung bereits widersprochen haben und den hygienischen Mängeln und strukturellen Schwächen des libyschen Gesundheitssystems die Schuld geben.
Doch Ghadaffi muss ja irgendwie den geleisteten Schadenersatz für seine Terroranschläge refundieren, die eine der Voraussetzungen für das Ende der internationalen Isolation waren, und vor allem einen externen Sündenbock für die Aids-Affäre finden.


Das Todesurteil war bereits 2004 verhängt worden, jetzt wurde es lediglich bestätigt.
Ghadaffi hofft auf Kohle, Bulgarien auf Solidarität und Entschlossenheit der EU, die Verurteilten auf ein Ende von Elektro-Folter und auf ein Ende ihres Albtraums - und wir darauf dass die EU Eier hat.

Montag, Januar 01, 2007

Klarheit und gute Nachbarschaft

Evangelische Kirche: Kein "Kuscheldialog" mit den Muslimen
Unter "Klarheit und gute Nachbarschaft" hat die Evangelische Kirche ihr Verhältnis zum Islam beschrieben. Bloße Nettigkeiten auszutauschen, reicht nicht für ein gedeihliches Zusammenleben, meint die Kirche. Der Titel ist Programm, meint Hildegard Becker.

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