Freitag, September 29, 2006

5 Jahre danach sind 5 Jahre davor!

Eine wirklich einmalige Dokumentation von Memrifilms.org, über die Medienrealität (und darüber hinaus) im vorwiegend islamischen Raum.
Im ersten Teil wird als Einleitung auch kurz die Arbeit von Memri erklärt.
Ansehen, verlinken, weiterempfehlen: 5 years later

Dienstag, September 26, 2006

Eia popeia in der Oper

Die Mozart-Oper Idomeneo handelt vom kretischen König Idomeneo, der nach seiner Heimkehr vom trojanischen Krieg gezwungen ist, seinen eigenen Sohn zu opfern.
Der Versuch einer Inszenierung des Idomeneo an der Deutschen Oper Berlin handelt hingegen von einer sogenannten Kulturnation die ihre Werte opfert.

Wohin sind sie alle verschwunden die Maulhelden der Kunst?
Muss schon die CSU (!) Schützenhilfe leisten, wenn u.a. Jesus(!), Muhammed und Buddha in einer - wie auch immer gelungenen - Inszenierung kritisch am Theater thematisiert werden, weil die Kulturelite es vorzieht in vorauseilendem Gehorsa... pardon, aus Sensibilität zu schweigen - die ersten Imame äußern bereits ihre Zufriedenheit.

Ganz im Ernst, ich habe mich im Verlauf dieses Jahres (das in Österreich als Mozartjahr begangen wird) ab und an gefragt, wann erstmals Protest wegen der Darstellung von Muslimen in der "Entführung aus dem Serail" geäußert werden wird.
Naja, fast aber nicht ganz!

Duldung und Demütigung, taz-Artikel aus dem Jahre 2002

Freitag, September 22, 2006

Die Methodik im reflektorischen Exzess

*)Wird gegen Juden polemisiert, dann ist der Holocaust: entweder erfunden, die Juden waren Mit-Schuld, oder er war doch gar nicht so schlimm (man denke u.a. an die Holcaust-Leugner-Konferenz im Iran).

*)Wird gegen den Westen (gerne auch in Deutschland) polemisiert, dann sind die Muslime die neuen Juden.

Beides Aussagen ergeben nicht nur eine interessante Synthese, sondern erlauben auch einen ebensolchen Blick in die islamische Psychopathologie - allerdings ein Irrsinn der mit Blick auf Europa durchaus politisch Methode hat.

Passend auch hierzu:
Warum Kritik am Islam Gewaltreflexe auslöst, von Hans-Peter-Raddatz

Montag, September 18, 2006

Ausbeutung oder Embargo?

Wie hätten wir es denn gerne?

Vor Castro und seinem Handelsminister Che Guevara war Kuba pro Kopf eines der reichsten Länder Lateinamerikas, reicher sogar als Österreich oder Japan! Man sollte meinen, dass diese Tatsache es verdiente, in allen Zeitungsartikeln über die Meriten Castros erwähnt zu werden. Fehlanzeige! Wen interessiert dieses kleine Detail denn schon, wenn es um Ideologie und Rechthaben geht? Da wird lieber mit irgendwelchen imaginären sozialen und medizinischen Errungenschaften des Regimes hausiert. Ist die medizinische Versorgung Kubas besser als die Japans oder Österreichs? Wers glaubt wird selig. Schöner Fortschritt.
Ja aber: ist daran nicht das Embargo des bösen Klassenfeindes schuld? Gemeinhin wird die Weigerung der USA, mit der kubanischen Diktatur Handel zu treiben, pompös "Embargo" genannt. Man sollte ja meinen, dass jeder kapitalistische Handelsboykott mehr als wett gemacht worden wäre durch die gigantische Wirtschaftshilfe der Sovjetunion. Übergehen wir dieses unwesentliche Detail und fragen die unschuldige Frage:
Gibt es das Recht des Handels mit dem Klassenfeind? Und wenn der Klassenfeind nicht handeln will, darf man das dann Embargo schimpfen?
Nanu! Ich dachte, Handelsbeziehungen mit den USA beruhten auf Ausbeutung und Ausplünderung des Handelspartners? Selbst der Dümmste (aber nicht der Indoktrinierteste) wird folgendes zugeben: eine Handelsbeziehung mit den USA kann nur dann ausbeuterisch genannt werden, wenn der Partner Schaden leidet. Wer das Ende des sogenannten Embargos, also den Anfang einer Handelsbeziehung fordert, fordert doch, ausgebeutet zu werden. Nieder mit dem Embargo? Ja gibt es das Recht darauf ausgebeutet zu werden?

Samstag, September 16, 2006

Der Papst ...

War zwar in der Karikatur-Causa nicht sehr solidarisch, aber Meinungs- und Redefreiheit auch im universitären Bereich gilt ebenso für ihn.
Hier also zwei Solidaritätslinks:

Raddatz im D-Radio
FAZ :So geht`s nicht

Freitag, September 15, 2006

In memoriam und mea culpa

Kindermund tut Wahrheit kund, sagt man.
Vergleichbares dürfte auch für Todkranke gelten, die eben keinen Grund mehr haben falsch verstandene Liberalität zu üben oder Scheinmoral vor sich herzutragen - Rücksichtnahme für die Intoleranz und Gewalt anderer, hohle Phrasen für`s Wohlfühlgefühl der geistig Scheintoten?
Wozu, für wenn?!

Oriana Fallaci ist also tot, lange Zeit hat sie - diese im guten Sinn streitbare wie zuletzt umstrittene Frau - ihrer Krebserkrankung die Stirn geboten, bis zum unausweichlichen Ende.
Kein Zweifel, sie hat polarisiert mit ihren letzten Büchern über den Islam und Europa, wie auch mit ihren Statements zur Causa.
Zu Recht, denn das Lager ihrer potentiellen Gegner, vor allem aus dem islamischen Umfeld, setzt sich auch nicht aus "Sensibelchen" zusammen wenn es gilt Kritiker mundtot oder in Einzelfällen auch mal ganz tot zu machen.

Wer sie ehren möchte und ganz besonders wer sie ablehnt sollte ihre Bücher lesen, etwa "Die Wut und der Stolz".
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Mea culpa, mea maxima culpa!
Wenn sich schon "Papa Ratzi" nicht dafür entschuldigt, darauf hingewiesen zu haben, dass Religion nicht mit Gewalt verbunden sein sollte (hier der Vortrag) mache ich es::

Ich entschuldige mich dafür kein Muslim zu sein!
Ich entschuldige mich dafür fröhlicher Atheist zu sein!
Ich entschuldige mich für die Eroberung Spaniens im Namen des Islam!
Ich entschuldige mich ein Angehöriger des Dar el-Harb zu sein!
Ich entschuldige mich für die Eroberung Konstantinopels im Namen des Islam!
Ich entschuldige mich für die erfolglosen Türkenbelagerungen inklusive Verschleppung zigtausender Europäer und die Befreiung Griechenlands!
Ich entschuldige mich die Sharia und ihre Hadd-Strafen nicht zu respektieren!
Ich entschuldige mich dafür, dass es im Vatikan keine Moschee gibt!
Ich entschuldige mich für Dafur!
Ich entschuldige mich für die hohe Auflage von "Mein Kampf" in der Türkei und anderswo!
Ich entschuldige mich dafür, dass der Westen dem Islam Fortschritt und Technik gestohlen hat!
Ich entschuldige mich dafür nicht zu wissen, wie man Fortschritt und Technik stiehlt!
Ich entschuldige mich für die Auslöschung des Buddhismus in Zentralasien durch den Islam!
Ich entschuldige mich dafür, dass Nichtmuslime ihren Glauben oder Unglauben in islamischen Ländern nicht frei ausüben dürfen!
Ich entschuldige mich für die Demütigung der Muslime soviel von anderen Kulturen übernommen zu haben: Indien, Persien, China, Byzanz, vom Westen!
Ich entschuldige mich dafür nicht mit Extremisten zusammenleben zu wollen, auch wenn diese in meinem Land leben möchten!
Ich entschuldige mich für diesen und jeden weiteren islamkritischen Artikel!

Ok, das letzte war nur Spaß! :P

Mittwoch, September 13, 2006

10 Jahre MuslimischeJugendÖsterreich

Am 9. September fand in Wien die Zehnjahresfeier der MJÖ statt, als Gratulanten traten unter anderem Nationalratspräsident Khol wie auch Bundespräsident Fischer auf, letzterer mittels Video-Grußbotschaft.
Überschattet wurde die Feier durch das Auffinden eines verdächtigen Pakets, welches sich als Sprengsatz herausstellen könnte (!) - die Überreste werden nach der kontrollierten Sprengung einer Gaskartusche durch die Polizei noch ausgewertet.

Wie Doris Edelbacher vom Wiener Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung meinte, "Könnte die Aufschrift '4. Juli 1926, Weimar', die auf einen rechtsextremen Hintergrund deutet, auch 'bewusst falsch gelegt worden sein'."
Wie ich meine, haben einige vergleichbare Vorfälle der jüngsten Vergangenheit immer bemerkenswert wenig Schaden angerichtet.
Mutmaßungen meinerseits darüber sind jedenfalls genau das und nicht mehr, aber in einer Szene in welcher nicht erst seit 911, Madrid und London nun wirklich jeder Anschlag als durch Nichtmuslime gefakt betrachtet wird, würde mich ein anderer als ein rechtsextremer Hintergrund auch nicht wirklich überraschen.

Aber zurück zur MJÖ, ich nahm mir also die Zeit einen Bericht über das Jubiläum im Radio anzuhören - ich bekenne, ich bin bei derartigem nicht ganz ohne Vorbehalte - doch mein erster Eindruck war überraschend positiv, was sich allerdings schnell änderte, ein Stimmungsbild kurz zusammengefasst: Die Muslime sind die neuen Juden, die Muslime sind die eigentlichen Opfer, die USA unter Bush sind ein fanatisiertes Land, die Berichterstattung der Medien trägt Schuld am schlechten Bild der Muslime.
Die übliche Suada eben, und nun wirklich genau das was ich eigentlich schon von Beginn an erwartet hatte.

Ich machte mir daraufhin die Mühe die Webseite der MJÖ zu besuchen, und auch dort fand ich nichts Neues, u.a.: Tariq Ramadan ist Leitfigur und Hero (bei dem Herrn bekomme ich immer die Krätze); die Gewalt wird verurteilt, aber natürlich hat Dänemark gezielt mit den Muhammed-Karikaturen im Namen der "vermeintlichen Pressefreiheit" einen "jämmerlichen Akt" gesetzt und damit provoziert (noch jemand un-provokante Karikaturen aus dem islamischen Raum gefällig?).

Zum Selbstbild der Gruppe: "Fern ab von religiösem Extremismus (Anm.: Dieser muss ja nicht zwingend gewalttätig sein, es reicht wenn er sich im Kopf abspielt) auf der einen und einer völligen Auflösung der eigenen Identität auf der anderen Seite wollen wir eine österreichisch-islamische Identität kreieren."

Nein, bitte nicht, muss ich dazu sagen!
Ich etwa bin Atheist und Österreicher, aber sicher nicht Träger einer kreierten atheistisch-österreichischen Identität. Denn meine Identität als Österreicher hat damit nichts zu tun, einfach weil Österreicher zu sein für mich keine Frage der Religions- oder Nichtreligionszugehörigkeit ist, und genau aus diesem Grund gibt es bei uns auch keine einzelne Staatsreligion und sog. negative Religionsfreiheit.
Achja, und der Buddhismus zählt i.ü. auch zu den staatlicherseits anerkannten Religionsgemeinschaften in Österreich, nicht nur die sog. Buchreligionen - bitte das nachzutragen!

D`Ehre und Baba!

Nachtrag: Es gibt natürlich auch noch andere (http://www.ijoe.at/deutsch.htm), und mittlerweile wird auch in deren Richtung ermittelt.

Donnerstag, September 07, 2006

Fremde Stimmen - Europas neue Dissidenten!

Europa ist die Heimat einer neuen Klasse von Dissidenten. In der jetzigen Ära heißt der Unterdrücker nicht länger Sowjetunion, sondern radikaler Islam.

Nehmen Sie etwa Seyran Ates, Am Samstag schloss die bekannte deutsche Rechtsanwältin türkischer Abstammung auf Grund von Morddrohungen ihre Anwaltspraxis in Berlin.
Frau Ates kämpfte gegen Zwangsehen, so genannte Ehrenmorde wie gegen familiäre Gewalt denen muslimische Frauen und Mädchen zum Opfer fallen.

Auch die wahren Ursachen des Terrors betreffend nahm sie sich kein Blatt vor den Mund. Nach den Bombenattentaten in London letztes Jahr sprach Frau Ates etwa davon, dass kommende Terroristen aus der dritten und vierten Generation muslimischer Migranten stammen werden, die "Unter den Augen wohlmeinender Politiker von Anbeginn an zum Hass auf die westliche Gesellschaft erzogen wurden."
In der Erklärung auf ihrer Webseite, in der sie ihre Entscheidung die Praxis zu schließen erläutert schreibt sie: "Aufgrund der Bedrohung durch die Verfahrensgegner meiner Mandantschaft und vor allem aufgrund einer akuten Bedrohungssituation ist mir wieder mal allzu deutlich vor Augen geführt worden, wie gefährlich die Arbeit als Rechtsanwältin war und wie wenig ich als Einzelperson geschützt war und bin."

Sich gegen den Islam auszusprechen kann zum tödlichen Risiko werden, wie auch der grausige Mord an Theo van Gogh im Jahr 2004, in den Straßen von Amsterdam aufzeigte.
Van Gogh hatte zusammen mit der niederländischen Politikerin Ayaan Hirsi Ali einen Film über die Misshandlung von Frauen gedreht.
Im Mai verließ die aus Somalia stammende Hiris Ali die Niederlande Richtung USA wegen Sicherheitsbedenken.

Außerhalb der Niederlande weniger bekannt ist die Notlage eines anderen Mitglieds des niederländischen Parlaments, Geert Wilders.
Wie Ali so musste auch Wilders in Armee-Baracken und Gefängnissen Zuflucht nehmen, bevor die Regierung ein sog. Safe-House in Folge der Mordrohungen zur Verfügung stellte.
In einem gestrigen Gespräch mit uns zeigte er sich verwundert darüber, dass er jetzt unter solchen Umständen leben müsse, "Wo er doch gegen kein Gesetz verstoßen habe."
Sein "Verbrechen" bestand darin den radikalen Islam zu kritisieren und ein 5jähriges Einwanderungsmoratorium für Migranten aus nichtwestlichen Ländern gefordert zu haben.

Redefreiheit kann in Europa nicht mehr länger als selbstverständlich genommen werden.
Nehmen Sie beispielsweise Necla Kelek, eine weitere prominente türkischstämmige Frau aus Deutschland die Zwangsehen und Ehrenmorde thematisiert - sie spricht nur mehr unter Polizeischutz in der Öffentlichkeit.
Vergangenen Mai entging Roger Klöppel, damals Redakteur der deutschen "Die Welt", wohl nur knapp einem Mordanschlag durch einen pakistanischen Studenten, bewaffnet mit einem Messer versuchte dieser in das Bürogebäude der Zeitung einzudringen.
Klöppel`s Verbrechen bestand darin die dänischen Mohammed-Karikaturen nachgedruckt zu haben, die im gesamten Mittleren Osten zu Protesten und zu Morddrohungen gegen Zeitungsherausgebern in ganz Europa geführt hatten.

Die Karikaturisten welche ursprünglich die Mohammed-Karikaturen für die dänische Zeitung Jyllands-Posten gezeichnet haben wagen noch immer nicht in der Öffentlichkeit aufzutreten. Flemming Rose, der Kulturredakteur der Zeitung sagte uns, dass er für gewöhnlich bei öffentlichen Auftritten unter Polizeischutz steht. Er hält den Mangel an Solidarität mit den Opfern des radikalen Islams für "ziemlich beängstigend", es gäbe, "Zuwenig Aufbegehren in dieser Sache."

Die neuen Dissidenten sind eine Begleiterscheinung des Aufstiegs des politischen - und radikalen - Islams in Europa.
Doch beängstigender für sie, und für alle Bürger freier Gesellschaften, ist die scheinbare öffentliche Indifferenz gegenüber ihrer Misere.
Wenn derartiges dieser Tage als "normal" durchgeht, dann wird die stückweise Erosion von Europas demokratischer Struktur nicht zu stoppen sein.

Aus dem Wall Street Journal, Sept 6, 2oo6, gefunden bei der Achse des Guten und von mir ins Deutsche übertragen.

Hier noch die Webseite von Frau Seyran Ates: http://www.seyranates.de
Der gegenüber ich meine Hochachtung und meinen Respekt zum Ausdruck bringen möchte.

Montag, September 04, 2006

How the peace was lost once more

Oder: Aufbauhilfe für den Arsch.

Fuad Siniora, seines Zeichens Ministerpräsident des Libanon, führt einmal mehr vor weshalb im Nahen Osten Frieden schaffen so schwer ist und weshalb der Libanon wohl auch in Zukunft keine nachhaltig positive Entwicklung nehmen wird.
Nicht genug, dass er sich völlig deplatziert bei der kürzlich in Schweden abgehaltenen internationalen Geberkonferenz für den Libanon in einer langatmigen, wie die Zuhörerschaft klar erkennbar langweilenden, Suada gegen Israel erging - auf die zur Schande der westlichen Geberländer und des Gastgebers keine passende Distanzierung oder Klarstellung erfolgte.
Nein, nicht genug des Mangels an Selbstkritik (welch ein Unterschied zu Israel) wie politscher Kompetenz, er setzt in Folge noch einen drauf und erklärt, dass der Libanon das letzte arabische Land sein werde das mit Israel Frieden schließen wird.
Noch einiges weitere hat er in dem Zusammenhang von sich gegeben auf das ich jetzt nicht im Detail eingehen möchte und das jeder selbst nachlesen kann, etwa die Weigerung zu einem hochrangig besetzten Treffen mit Israels Ehud Olmert sei noch erwähnt.

Jetzt sollten sich die Geberländer aber schleunigst die Frage stellen, ob wir solchen Leuten - bei allem Mitgefühl für die libanesische Zivilbevölkerung - tatsächlich unsere Hilfsgelder ohne Vorbedingung in den Rachen werfen sollen oder ob dieses Land, bei der bereits erkennbaren Entwicklung, auch nur einen einzigen Tropfen Blutes eines UN-Soldaten wert ist.
Denn eines ist diese libanesische Führung selbst abseits der Hisbollah offenbar nicht: lernfähig.