Montag, August 28, 2006

Games Convention - werden wir jetzt alle Massenmörder?

Hochverehrte Leserschaft. Die Games-Convention in Leipzig ist gestern zuende gegangen, und sie war ein Riesenerfolg. Noch nie so viele Besucher, weit mehr als selbst die Optimisten erwartet haben. Ein Riesenmarkt, große Investitionen, brummende Geschäfte. Ein Lichtblick in Deutschland, wo alle nach dem langersehnten Aufschwung lechzen.

Aber dann sind sie schon wieder da, die sorgenfaltendurchfurchten Bedenkenträger: Nicht nur, dass 80% der Besucher männlich seien (das kann einem bei anderen Messen ja auch begegnen) nein, das schlimme sei doch: fast alle Spiele thematisierten mehr oder minder den Krieg? Ja haben wir aus dem Massaker von Erfurt denn nichts gelernt? Wissen wir nicht, dass kriegspielende Kinder früher oder später zu Massenmördern mutieren? Wird es 2020 noch Deutsche geben, oder sind wir alle tot, dahingeschlachtet von unserer eigenen Jugend, die mit der Pumpgun in der Hand ihre virtuellen Träume in blutige Taten umsetzt?

Die Fakten sprechen sämtlich dagegen, was nichts daran ändert, dass dieses Geschwätz weiter anhält. Niemand dieser Schwätzer war je auf einer LAN-Party, wo mal Dutzende, mal Hunderte von Jungs, Männern - und ein paar weiblichen Exotinnen - sich stundenlang tonnenweise Blei in die gegenseitigen Avatare ballern, und kaum dass sie den Blick vom Monitor abwenden, in entspannter Freundschaft miteinander umgehen. Keiner von denen war wahrscheinlich je auch nur in eine heftigen Diskoschlägerei verwickelt. Wann denn auch? Die Nächte sind doch zum Spielen da.
Aber damit kommen wir auch schon zum eigentlichen Punkt, um den sorgfältig herumgeredet wird. Nicht, dass das seit alters alle Jungengenerationen prägende Kriegsspiel (ob Ritter, Räuber und Gendarm, Cowboy und Indianer oder Piraten) nun auf dem Computer weitergespielt wird, ist wirklich ein Problem (als hätten die Jungs früher mit der Schwester zusammen die Puppenstube entstaubt).

Nein, die Bedrohung liegt im Computerspiel an sich als Zeitvertreib. Denn Computer machen alles effektiver. Und wer sie zum Zeitvertreib einsetzt, vertreibt die Zeit in einer Effizienz, dass es einem Angst und Bange werden kann. Computerspiele werben damit, dass sie 2000 und mehr Stunden Spielspaß bieten. Wo sollen die her kommen? Wenn wir pro Spiel also 2000 Mannstunden (wie gesagt, die Frauen dürfen wir hier ausnahmsweise vernachlässigen) hochkonzentrierte Arbeitskraft abziehen, was bedeutet das bei Spielen mit Millionenauflage für unser Land, unsere Wirtschaft, unsere Kultur, unsere Gesellschaft?

Die Spiele haben zum Teil einen erheblichen "Suchtfaktor". 2000 Stunden Spielspaß dürfen ja nicht ab den ersten 40 Minuten langweilig werden. Nein, die virtuelle Realität entführt den Spieler, lockt ihn mit Erfolgserlebnissen, die in der Wirklichkeit nur dünn gesät sind (oder wer von uns hat schon mal einen Drachen erlegt oder eine hochkriminelle Terrorbande im Alleingang entwaffnet?), und bietet Anreize, dabei zu bleiben, besser zu werden, noch größere und phantastische Taten zu vollbringen, seine Technik, seine Ausrüstung, seine Strategie zu verbessern, damit alles auf den 2000 Stunden entfernten Endgegner zuströmt mit einer Energie, der sich keiner widersetzen kann.

Noch heftiger sind dann die vernetzten Spiele, in denen man anderen Spielern in Echtzeit begegnet und mit ihnen oder gegen sie phantastische Abenteuer besteht - ob im Antiterrorkampf von Couterstrike oder der phantastischen Märchenwelt von World of Warcraft. So bietet das Computerspiel etwas, was es sonst nicht hatte: Soziale Bindungen, Kameradschaft - manchmal sogar Romantik.

Aber was ist der Preis? Wenn man auf solche Computerspielertreffen geht, was die Bedenkenträger ja nicht tun, dann fällt eben nicht das extreme Gewaltpotential auf. Was auffällt, sind die oft relativ blassen Gesichter, die vergleichsweise hohe Zahl an Singles, und eine verhältnismäßig geringe Zahl von beruflich wirklich erfolgreichen Leuten.

Die Zeit, die die Computerspiele verschlingen - und das auch unterhalb der pathologischen Spielesucht - fehlt ja irgendwo. Die Jungs gehen eben nicht in die Disco - oder sonst irgendwo hin. Sie bleiben zuhause. Und es sind nicht nur Jungs, das Durchschnittsalter steigt stetig. Auch Männer vernachlässigen Familie und Beruf, weil das Zocken in der virtuellen Welt attraktiver ist.

Das Leben, das ein Spieler mal als extrem langweiliges Spiel mit verdammt guter Grafik beschrieben hat, wird zunehmend zurückgestellt, weil es viel anstrengender ist. Niemand muss bei Counterstrike die Klos putzen oder in den Hallen von World of Warcraft staubwischen. Und wer diese Aufgaben zuhause erledigt, ist für die Dame seines Herzens deshalb noch lange kein Held, denn derlei wird als selbstverständlich erwartet.

Im Beruf ist es kaum besser, die Gegner sind zäh, die Aktenberge lassen sich nicht wegzaubern, die Anerkennung fällt oft auch mau aus. Und je übernächtigter man nach einer durchzockten Nacht bei der Arbeit aufkreuzt, desto unwahrscheinlicher werden auch dort selbst bescheidene Erfolgserlebnisse. Die holt man sich dann eben wieder am Rechner und der Kreis schließt sich.

Ich wäre hochinteressiert, mal Zahlen zu bekommen, wie weit der Nutzen durch Umsatz, Profit und Arbeitsplätze in der Computerspieleindustrie im Verhältnis steht zum volkswirtschaftlichen Schaden durch Arbeitskraftverlust, aber auch zerstörte Familien und Erosion im kulturellen Bereich anderer Freizeitgestaltung. Vielleicht will ich die Zahlen aber auch gar nicht so genau wissen.

Aber Grüße von Neil Postman möchte ich an dieser Stelle auf jeden Fall ausrichten

Heidelbaer
Philippika

Donnerstag, August 24, 2006

Und die Familie weiß von nichts...

Er hat sich gestellt. Der zweite Wannabee-Attentäter ist jetzt in der Hand der libanesischen Behörden. Er wird im Spezialgefängnis des Innenministeriums für Terrorverdächtige verhört. Ich will jetzt nicht darüber spekulieren, ob Human Rights Watch diesen Komplex jemals von innen gesehen hat, und ob es legitim wäre es mit Guantanamo und Abu Ghraib in einem Atemzug zu nennen. Ich glaube, ich will es auch nicht wissen.

In diesem Beitrag geht es auch um etwas anderes: Um die übriggebliebenen. Die lieben Eltern, Onkels, Tanten und Cousins, die ihn alle als einen lieben, folgsamen Jungen beschreiben, der nie irgendwas mit Politik und Islamisten zu tun gehabt hätte.

Aus dem doch was hätte werden können, wo man ihm doch ein Studium in Deutschland ermöglicht hätte. Es könne sich nur um einen schrecklichen Irrtum handeln.

Ach, haben wir das nicht alles schon gehört? Vom Vater Muhammad Attas zum Beispiel, der erst meint, sein Sohn habe am 12.9. noch gelebt, dann wirft er dem CIA vor ihn als Täter missbraucht und ferngelenkt ins WTC gesteuert zu haben, um schließlich dann doch stolz auf ihn zu sein, dass er es den Amis gezeigt hat?

Was sollen wir also von Familie H. halten? Vielleicht lassen wir einfach die Vornamen auf uns wirken: Khaled, so etwas wie Kämpfer, heißt der Cousin, den sie im ZDF als ersten interviewten. Shahid, Märtyrer, so wie ich die Selbstmordattentäter nennen, heißt der Vater. Und Jihad nennt er seinen Sohn. Der Märtyrer zeugt den Heiligen Krieg. Manchmal kann die Wahrheit so einfach sein...

Heidelbaer

Mittwoch, August 23, 2006

Philippika: Danke, Libanon!

Das tut man doch gerne, statt Häme auch mal ein ganz und gar ernst gemeintes:
Philippika: Danke, Libanon!
Denn es wird klar, dass der Erfolg in der Fahndung nach den "Kofferbombern" auch einem (man hat dort mehrere) Geheimdienst Libanons zu verdanken ist.
Der Kampf gegen den Terror ist also noch nicht verloren.

Heidelbaer

Samstag, August 19, 2006

Danke, Libanon!

Wir verdanken dem Libanon so viel!

Hat man sich nicht im Libanon gescheiterter Pastorenkinder angenommen, damit sie wenigstens echte Terroristen werden? Wurden in der Bekaa-Ebene nicht nur die besten unserer RAF ausgebildet, die dann mit Bomben und Pistolen einen schmutzigen Krieg gegen Politiker, Militärs und Wirtschaftsvertreter führte? Wie langweilig wären die 70er und 80er Jahre doch ohne diesen Thrill gewesen, diese tollen Plakate mit "Vorsicht! Schusswaffengebrauch!" drunter. Es war eine tolle Zeit.

Danke, Libanon!

Aber nicht nur das! Unsere RAF hatte Freunde gewonnen in Libanon, echte Libanesen und Freunde der palästinensischen Terrorkumpels diverser Parteien und Gruppierungen. So wurde ein Flugzeug von uns entführt, dessen Pilot erschossen und ein Fluggast zu Tode geängstigt, weil er einen Montblanc-Füller hatte, Sie wissen schon, der mit dem Judenstern. Endlich konnte mal ein Deutscher lernen, wie es ist, Jude zu sein und wehrlos bewaffneten Antisemiten zu begegnen. Da lernt man mehr als in Schindler's Liste.

Danke, Libanon!

Nachdem Weder die UN, noch Israel bis in die 80er Jahre hinein Euer Land nicht befrieden konnte, habt ihr in Sabra und Shatila gleich zwei mal gezeigt, wie man das Palästinenserproblem "libanesisch" lösen würde. Seit dem haben wissen wir endlich, dass auch die Juden (obwohl sie weder die christliche Falangisten, noch die schiitische Amalmiliz stellen) auch nicht besser sein sollen als die Nazis.

Danke Libanon

Nun habt ihr seit einem Jahrzehnt es nicht geschafft, die Hisbollah zu entwaffnen, trotz UNO-Beschluss und israelischem Truppenabzug und vieler internationaler Beobachter. Das ist toll, denn nun können wir endlich auch mal im Nahen Osten einmarschieren. Unsere Bundeswehr sucht schon länger neuer Herausforderungen. Und so etwas, wie die Kameraden von unseren französischen und amerikanischen Freunden am 23. Oktober 1983 erlebten, kennen wir noch nicht. Das sind ganz neue Erfahrungsmöglichkeiten!

Danke Libanon!

Ach, überhaupt die 80er! Wir erinnern uns noch an den tollen Werbespruch der Bahn: vor 150 Jahren war Bahnfahren noch aufregend, jetzt ist es wieder so weit. Damit meinten sie ihren langweiligen ICE. Richtig prickelnd sind doch erst Bomben mit Gasflaschen und Brandbeschleunigern, wie sie so freundliche Gäste aus Libanon in unseren Regionalzügen deponierten. Endlich schluss mit dem langweiligen Dösen im Zugabteil!

Danke Libanon!

(Ja, dieser Text ist satirisch, und der Autor ist sich bewusst, dass die Libanesen selbst am meisten unter Terror, Gegenschlägen und Bürgerkrieg leiden. Ihnen gilt das volle Mitgefühl und kein hämischer Dank. Aber um so mehr ist es Libanon zu wünschen, endlich eine Regierung zu bekommen, die dem Terror und seinen Brutstätten in diesem schönen Land endlich den Garaus macht. Wenn dies gewünscht wird, helfen wir gerne. Aber wenn Siniora sagt: "Niemand wolle den arabischen Widerstand entwaffnen" dann ist man restlos bedient und sagt einfach nur:)

Danke Libanon

Heidelbaer

Freitag, August 18, 2006

Diskriminierung verhindert Integration!

So einfach ist das - ist es?

Bezug nehmend auf meinen Beitrag Westen, lockend süßes Gift und auf einen älteren Artikel von Sanjay Suri in Outlook India, vom 25.07.2005, erhellendes zur Bildungslage in der Community der sog. British Asians, ein Begriff den man traurigerweise zur Genüge von britischen Terrorverdächtigen her kennt.

"Sanjay Suri ist nicht überrascht, dass die Attentäter von London (Anm.: hier jene der U-Bahn Anschläge!) Pakistanis waren, und versucht den naiven Engländern die Augen zu öffnen über die immensen Unterschiede innerhalb der Gruppe der sogenannten "britischen Asiaten". "Hinter dieser schwammigen Bezeichnung verbergen sich Inder, Sri-Lanker und Bangladeschis die sehr unterschiedliche Lebenswelten bewohnen. Die pakistanische Welt gleicht dabei keiner anderen", meint Sanjay Suri. Vor allem seien die Pakistanis nicht mit den erfolgreichen Indern zu vergleichen. "Tests an den Schulen verorten regelmäßig die Pakistanis am unteren Ende der Skala - diametral entgegengesetzt zu den Indern. 'Im nationalen Durchschnitt erreichen 50 Prozent der Schüler die besten fünf Noten in GCSE-Examen', so Professor Muhammed Anwar vom Centre of Research in Ethnic Relations der Warwick University. ''Bei den Pakistanis und Bangladeschis schaffen das nur 30 Prozent, während Inder und Chinesen weit über dem landesweiten Schnitt liegen.'"

Wer nun möchte kann heraus lesen, dass eben Muslime - als "Minorität innerhalb einer Minorität" - gezielt benachteiligt werden, sei es vorsätzlich oder unbewusst.
Möglich wäre allerdings auch, dass eine postulierte Diskriminierung eben nicht alles erklärt und die innere Einstellung wie Offenheit gegenüber anderen und die Lernkultur auch eine Rolle spielen.
Der Blick auf Indien und China einerseits wie der auf die muslimische Welt andererseits legt nahe, dass letzteres zutreffen dürfte.

Auch lesenswert: Multiculturalism And Its Discontents

Mittwoch, August 16, 2006

Doppelter Traditionsbruch!

Es ist meinem Freund Claudio beschieden gewesen, als erster die Courage Steinmeiers zu würdigen, seinen Besuch in Damaskus kurzerhand abzusagen - nachdem Baschar al Assad nur das tat, was arabische Führer eigentlich immer tun, wenn sie unter sich sind: über die bösen Zionisten zu schwadronieren um von eigenen Fehlern abzulenken.

Aber offensichtlich hat sich die WM-Hymne auch im Nahen Osten einen unerwarteten Widerhall gefunden: Zeit, dass sich was dreht. Und was sich dreht, und den Autokraten von Damaskus bis Teheran zunehmend kühl ins Gesicht weht, ist der Wind. The wind of change, möchte man beinahe pathetisch ergänzen.

Denn was Steinmeier vollbracht hat, ist ein doppelter Traditionsbruch langjähriger europäischer Nahostdiplomatie.

Tradition Eins: Äquidistanz. Es ist beinahe eine heilige Kuh, deren Schlachtung wir erstaunt vor den Bildschirmen quasi live miterleben konnten. Normalerweise hieß es immer: Beide sind Täter, beide sind Opfer, mit beiden muss man reden, beide müssen zurückstecken, beiden muss man zuhören, beide haben Recht und Unrecht zugleich - alles das, was man in unseren Kindergärten auch lernt, wenn sich die Kleinen die Backförmchen im Sandkasten um die Ohren hauen. Nahost, der Sandkasten für Europas erziehungsbeflissene Diplomaten. Und je lauter einer "Der hat aber angefangen!" schrie, desto mehr besann man sich auf eben diese Tugend: Äquidistanz. Schön den gleichen Abstand wahren zwischen den Streithähnen, bloß nicht einem recht geben und den anderen düpieren.

Was die Fakten anging, war dieses Vorgehen allerdings auf einem Auge blind, ja eigentlich sogar auf beiden: Es ist ja nicht erst seit heute offensichtlich, dass Waffenstillstände stets von einer Seite gebrochen werden, dass es eine Seite ist, die immer und beinahe ausschließlich bewusst und gezielt Zivilisten ermordet, dass es eine Seite gibt, die Verhandlungen verweigert, oder durch völlige Bewegungslosigkeit und begleitenden Terror zum scheitern bringt. Und so wirkte die Kindergartendiplomatie Europas so, wie sie wirken musste: die Rowdies, pardon, Terroristen fühlten sich ermutigt, sie hatten mit ihren Massakern an friedlichen Israelis ja auch immer ein bisschen recht. Und die Israelis waren mit ihren Vergeltungsschlägen gegen die Verstecke von Bombenbaufabriken, Terrorpaten und Sprengstofflagern ja auch immer ein bisschen böse.

Nun bricht Steinmeier mit der so liebgewonnenen Tradition der Äquidistanz. Nein, sagt er, zu Leuten, die Menschenschlächter wie die Hizbollah für eine Zierde und Ehre ihrer Nation halten, tut ein bisschen mehr Distanz doch ganz gut. Mit solchen Leuten muss man sich nicht an einen Tisch setzen, man muss sich von solchen Leuten nicht den roten Teppich ausrollen lassen, und sich grinsend händeschüttelnd ablichten lassen für die gleichgeschaltete Propagandapresse, die eben noch Hasstiraden abdruckte, schwarz auf weiß.

Aber damit bricht die zweite Tradition: Bislang war es schnurzpiepegal, was arabische Potentaten in ihrem "inner circle" für Schoten abgelassen haben, es wurde gepflegt ignoriert. Da konnte Arafat "Djiahad, Djihad, Djihad!" ins Mikrophon keifen, er galt immer noch als gemäßigt und friedenswillig. Solange man den westlichen Diplomaten das sagte, was sie hören wollten, war es eben gleichgültig, was man vor den Studenten, Journalisten, Paramilitärs und Jugendverbänden verlauten ließ. Das wurde mehr oder minder als orientalische Folklore abgetan, so, als hätte Eddie Stoiber vor katholischen Landfrauenverbänden den Erzherzog-Johann-Jodler dargeboten. Politische Relevanz wurde dem nicht beigemessen

Damit ist es nun auch vorbei. Irgendwie scheint man in Berlin begriffen zu haben, dass das folkloristische Djihad-skandieren, das gesellige Flaggenverbrennen und das massenmordende Selbstmordattentat vielleicht doch Seiten ein und der selben Medaille sind, einer gepflegten und gehegten Scham-, Zorn- und Hasskultur, die am Ende wahllos mordend gegen Israel aber auch den Westen, ja sogar Europa überschwappt.

Nun hat sich der Wind gedreht, und wer zwischen den Zeilen lesen kann, stellt auch fest, dass Assad und Achmadinedschad zunehmend isoliert in der arabischen Welt da stehen. Längst schon haben sich Libanon und viele nicht-arabische Länder wie die Türkei, Indonesien und andere darauf verständigt, gemeinsam die Entwaffnung der Hisbollah in Angriff zu nehmen. Mit westlicher, womöglich bundesdeutscher Hilfe und - hinter vorgehaltener Hand - in stillschweigender Inanspruchnahme der von Israel geleisteten Vorarbeit.

Nun dürfen wir gespannt sein: Wird sich Assad dem gedrehten Wind anpassen? Oder will er den Sturm der fanatischen Massen entfesseln und damit als arabischer Volkstribun nicht nur Israel, den USA und Europa trotzen, sondern auch all den von ihm als Feiglingen titulierten Nachbarn? Er weiß, er bleibt der letzte übrig, der mit Israel keinen Frieden schließen konnte, und seine Verhandlungsposition um den Golan wird dadurch immer schwächer. Vielleicht wäre es jetzt an der Zeit von Israels Seite aus, ein Angebot zu machen. Die Gelegenheit scheint günstig.

Heidelbaer



Philippika

Dienstag, August 15, 2006

Hut ab!

Wir wollen hier nicht nur meckern. Nun hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier eine Reise nach Damaskus kurzfristig absagt, weil der syrische Diktator Assad der Jüngere eine Brandrede gehalten hat, in der er Hisbollah pries und Frieden mit Israel kategorisch ausschloss. Und soviel ungewohnte Courage wie die von Steinmeier demonstrierte verdient allen Respekt, zumal sich die meisten westlichen Politiker immer wieder gern mit Tyrannen vom Schlage Assads treffen, Menschenrechtsverletzungen hin oder her. Eine löbliche Ausnahme also. Steinmeier – den Namen wird man sich merken müssen.

Westen - lockend süßes Gift

Die gewaltbereiten Islamisten und mit ihnen viele Muslime stören sich in erster Linie nicht an vermeintlicher und echter Diskriminierung, nicht an Afghanistan oder Irak, nicht an Israel oder dem sog. Krieg gegen den Terror.
Sie, bzw. ihre radikalen Vordenker seit Sayyd Qutb, und ihre fundamentalistischen Imame und Rechtsgelehrten fürchten und hassen den Westen weil unser Wertesystem und die mittlerweile globale Moderne ihre religiös fundierte Ideologie bedroht.
Ihre oft bedrängte heimische Intelligenz in Wissenschaft und Kunst ebenso wie ihre Migranten kommen in der Mehrzahl zu uns, sie gehen nicht etwa nach Russland oder China.
Sie kommen zu uns nach Europa und nach Nordamerika - ja, die Radikalen selbst haben bei uns mehr Freiheiten als zu Hause (f.e. Kohmeini in Paris) - noch.
So ergibt sich mitunter die paradoxe Situation, dass sich Flüchtlinge vor dem Islam und Islamisten die in ihrer Heimat strafrechtlich verfolgt werden bei uns begegnen.

Auch deshalb verachten sie uns, und deshalb stoßen sie sich nicht an Xinjiang, nicht an Tschetschenien, werfen Russland nicht beständig vor Afghanistan ins Chaos gestürzt zu haben und erregen sich nicht über Darfur mit mehr als 200 000 toten afrikanischen Muslimen.
Während in ihren Augen wiederum militärische Hilfe für Muslime am Balkan oder humanitäre Hilfe für Muslime weltweit dennoch dem degenerierten Westen nicht positiv angerechnet wird - ja, nicht für ihn sprechen darf.

Unsere Existenz als solche ist ihnen unerträglich, denn Alternativen zum islamischen Gesellschaftsmodell können nicht geduldet werden, selbst wenn dieses Modell nur als Ideal (ideal allerdings immer nur für Muslime) im Kopf der Muslime existiert, und auch historisch wirklich nur mal eben ansatzweise greifbar war.
Und deshalb gilt es Relativierungen von Terrorakten durch Schuldzuweisungen an den Westen entschlossen zurückzuweisen!
Wir sind keine Heiligen und unsere Lebensmodelle sind auch keine Paradiese, bloß gilt dies noch weniger für den Islam in Realität wie Utopie, im Gestern wie im Heute.

Mittwoch, August 09, 2006

Jostein Gaarder gibt den Gagasemiten!

Jostein Gaarder, seines Zeichens norwegischer Schriftsteller und Philosoph (Freund der Weisheit!), ist böse mit Israel.
In einem antisemi ... pardon, kritischen Essay greift er die Parolen von Irans Ahmadinejad auf und spricht Israel ("dem Volk mit den lustigen Steintafeln", O-Ton Gaarder) das Existenzrecht ab: Herr Gaarder in den Nachrichten

Um dem Ganzen noch Nachdruck zu verleihen (oder war es Größenwahn?) bringt er seine Thesen auch gleich im Plural der 1. Person unters Volk - merke, ein Jostein Gaarder spricht nicht nur für sich, er hat Gewichtiges mitzuteilen: "... dass Israel mit seiner skrupellosen Kriegskunst und seinen widerwärtigen Waffen die eigene Legitimität massakriert hat. Die Umwelt solle besonnen und barmherzig reagieren, wenn nun die gesamte israelische Nation aus eigener Schuld zu Fall kommt und Teile der Bevölkerung aus von ihr besetzten Gebieten in eine neuerliche Diaspora flüchten müssen ... "

Herr Gaarder, ich wage die Vermutung, wenn einmal Israelis vor den zärtlichen Waffen des Iran und der Liebenswürdigkeit fanatischer Islamisten in eine erneute Diaspora gezwungen werden, so werden sie sich hüten gerade Ihre Barmherzigkeit und Besonnenheit in Anspruch zu nehmen.

Gaarder weiter: "Über 2000 Jahre haben wir die Lektionen des Humanismus gepaukt. Aber Israel hört nicht darauf."

Was daran liegen mag, dass Israel nur wenig Wert darauf legt im Sinne des 2000jährigen Humanismus erneut gekreuzigt zu werden um das Seelenheil des Herrn Gaarder und anderer um Israel besorgter Europäer ins Lot zu bringen.
Ich denke die Juden haben ihren Teil an Blut- und Menschenopfern gehabt - genug für alle Zeiten.

In- und ausländische Kritik an seiner Person kann Herr Gaarder wiederum nichts abgewinnen: "Sobald man den Staat Israel angreift, bekommt man den Vorwurf des Antisemitismus hinterhergeworfen."

Tja, dass muss dann wohl an den 2000 Jahren Humanismus liegen, andererseits kann man kaum einen Blumentopf als Antwort auf dumpfe und pseudogescheite Selbstgefälligkeit erwarten.
Herr Gaarder, sehen Sie sich an wer Ihnen applaudiert, und sollte es Ihnen tatsächlich zusagen, dann suhlen Sie sich darin!
Wie auch immer, Herr Gaarder hat es mittlerweile vorgezogen sich aus der Debatte zurückzunehmen, die, so O-Ton, "Jetzt ohne ihn stattfinden muss", ganz betroffener Biedermann der er ist.
Wer dennoch die bescheidene Webseite (sein persönliches Gaarder-Wiki) des Herrn Gaarder aufsuchen möchte um ihm seine Meinung zu geigen, kann dies hier tun:
Nachricht an Jostein Gaarder

Zwar steckt er mittlerweile seinen Kopf in den Sand, und Forum wie E-Mail seiner Webseite sind nicht mehr erreichbar, aber diese Diskussionsseite ist offen (Dank der zuverlässigen Wikisoftware).
Achtung: Um dort anonym zu posten (ohne öffentlich einsehbare IP) posten Sie nicht am PC zu Hause, oder melden Sie sich alternativ einfach dort als User an!!!

Dienstag, August 08, 2006

Der große Medienschwindel!

Lizas Welt befasst sich aktuell mit den dreistesten Nachrichtenfälschungen zur Lage im Libanon, darunter auch die Bildern denen die Nachrichtenagentur Reuters aufgesessen ist.
Qualitätsmedien arbeiten anders:

http://lizaswelt.blogspot.com/2006/08/kujau-fr-arme.html

Montag, August 07, 2006

Vom Kommunismus mitten unter uns

Anfang des 20. Jahrhunderts begann Maos Aufstieg. Zuerst als Bandenführer, der sich kommunistischer Methoden wie Säuberungsaktionen bediente, um Angst und Schrecken zu verbreiten, seine Macht auszubauen und, schlicht und einfach, Reichtum anzuhäufen. Dadurch entvölkerte er ganze Landstriche und brachte die Bevölkerung gegen die Kommunisten auf. Seine Massaker sprachen sich in der Provinz herum und die Kommunisten konnten sich wegen des gerechten Hasses der Bauern und Arbeiter gegen sie nur in Randgebieten halten. Dies hat deshalb funktioniert, weil Moskau den einzigen Sohn Chiang Kai Schecks in Geiselhaft hielt wodurch Chiang nur schwer gegen die Kommunisten vorgehen konnte.
Um seinen Sohn freizubekommen ging Chiang einen verhängnisvollen Kompromiss mit Moskau ein; er erkannte die Kommunisten als Partei an, erlaubte ihnen eine Armee aufzubauen (diese sollte ihn eigentlich gegen die Japaner unterstützen, aber Mao baute sie lieber auf, anstatt sie zu verheizen (vor dem Krieg war das Kräfteverhältnis 60:1 für Chiang, danach nur noch 3:1)) und ernannte Shao Li-Tzu, einen kommunistischen Maulwurf, zu seinem zuständigigen Leiter der Medienarbeit im chinesischen Propagandaministerium.
Dies war der entscheidende Fehler. Denn nun konnten die Kommunisten ihre Lügen unter die chinesischen Intellektuellen in den Städten bringen, nun entstand der Mythos vom langen Marsch und dem Kampf für die Bauern (diese interessierten Mao nicht, es sei denn, sie hatten etwas, was man ihnen abpressen konnte). Nun konnte auch der amerikanische Journalist Edgar Snow die Welt über Mao belügen und es wurde ihm bereitwillig geglaubt. Mao war plötzlich sympathisch und seine Morde vergessen.
So und so ähnlich wurden auch die frommen Mythen von der kubanischen und russischen Revolution verbreitet und die Welt himmelte Mao, Che, Fidel, Ho-Chi-Minh, Lenin etc an, die vermeintlichen Helden des Proletariats, die in Wirklichkeit Massaker an Massaker reihten und ihre Nationen ins wirtschaftliche Chaos stürzten.
Wir bejubeln dümmlich Castros Kuba und vergessen bequemlicherweise dabei, dass Kuba vor der Revolution das Land Mittel- und Südamerikas mit dem dritthöchsten Proteinkonsum war (und eine gewaltige Einwandererwelle anzog), mit einem höherem Pro-Kopf-Einkommen als Österreich oder Japan.

In 1960 Castro appointed Che as Cuba's "Minister of Economics." Within months the Cuban peso, a currency historically equal to the U.S. dollar and fully backed by Cuba's gold reserves, was practically worthless. The following year Castro appointed Che as Cuba's "Minister of Industries." Within a year a nation that previously had higher per capita income than Austria and Japan, a huge influx of immigrants and the 3rd highest protein consumption in the hemisphere was rationing food, closing factories, and hemorrhaging hundreds of thousands of its most productive citizens from every sector of its society, all who were grateful to leave with only the clothes on their back.

Pol Pot und Co. werden weitab vom Kommunismus gestellt, obwohl es bei jeder kommunistischen Revolution zu grausamsten Ereignissen kam, ja kommen musste wie Friederich von Hayek schon in den 20er Jahren nachwies.
Die Propagandamaschinerie der Kommunisten läuft und läuft und zeigt interessanterweise Wirkung über den Tod des Sowjet-Imperiums hinweg. Die Propaganda scheint heutzutage sogar erfolgreicher zu sein, als zu Zeiten, als Studenten massiv mit Material aus der sowjetischen Presse versorgt wurden. Indoktrinierung verschwindet nicht so leicht aus den Köpfen. Vermutlich liegt der Erfolg darin, dass aus diesen Studenten nun Redaktionsleiter und bis vor kurzem sogar aus einem ein deutscher Bundeskanzler wurde.
Wenn dieser Entwicklung nicht Einhalt geboten wird, wenn solche Lügen weiterhin, sogar mit Hilfe unserer Steuergelder, verbreitet werden dürfen, wenn Kommunisten weiterhin antisemitisch agieren dürfen, dann werden viele den Kampf gegen die Kommunisten noch mit dem Tod bezahlen müssen.

Die Demokratie muss wehrhaft gegenüber Kräften sein, welche sie beseitigen wollen!

Donnerstag, August 03, 2006

HRW: nur halb so viel Opfer in Kana

Wir hatten es ja schon erwartet, die Erfahrungen in Djenin haben es gelehrt, dass "Massaker" zur Not frei erfunden werden, wenn es gilt, Israel diplomatisch in Misskredit zu bringen. Die Öffentlichkeit glaubt ja auch zu gerne den "offiziellen" Zahlen der Behörden, ob sie nun palästinensisch oder libanesisch sind.
Nun hat Human Rights Watch in einem instgesamt komplett israelfeindlich gehaltenen Artikel die Zahlen der libanesischen Behörden mal eben halbiert:
http://www.hrw.org/english/docs/2006/08/02/lebano13899.htm
Wir dürfen gespannt sein, was am Ende der Untersuchungen herauskommt.

Heidelbaer

Vom Leben der Made im Speck

oder
vom Dasein eines deutschen Neonazis


Nennen wir ihn Michael, unseren Neonazi, und schauen wir uns einmal an, wie es ihm so geht, in einem Land, das fest daran glaubt, sich der Probleme mit Michael und Seinesgleichen entledigt zu haben. Schließlich wird mit denen doch suppi hart umgesprungen!

Frühmorgens um 11 beginnt Michaels anstrengender Tag. Er quält sich mühsam aus dem Bett, um sich, während des Frühstücks, die neuesten Nazi-News und die letzte Überweisung vom Sozialamt im Internet anzuschauen und um sich mit Seinesgleichen per Email auszutauschen und zu organisieren. Pünktlich zum Schulschluss findet er sich vor der örtlichen Schule ein, um seine jungen Fans ("schau mal, der muss nichts arbeiten, hat viele Anhänger und er schützt uns vor den muslimischen Erpressern“) zu empfangen und unentschlossene Kinder zu "informieren". Nach so viel liebevoll-aufopfernder Sozialarbeit an unserem Nachwuchs, schaut Michael noch bei Frau Maier (sie "mag ja die Nazis nicht, aber Michael ist so ein lieber Junge und für Zucht und Ordnung und auch für Arbeitsplätze haben sie damals schon gesorgt, das muss man ja sagen dürfen und heute haben sie doch wieder alle keine Arbeit und die Juden...") vorbei, um ihr beim Einkauf zu helfen.
Danach schaut er noch kurz im "Club" vorbei, wo dann die nächste Demo und der nächste publikumswirksame Auftritt -- heute ein Grillfest für finanzschwache Familien! -- geplant wird. Nach ein paar Bierchen zu viel, gönnt er sich seinen wohlverdienten Schlaf. Er träumt davon, dass er und seine Freunde genügend Menschen überzeugen können, um wie einst sein oberlippenbärtiges Vorbild, den Staat übernehmen zu können - oder einfach davon, ein paar Ausländer zu "klatschen", wie er sich ausdrückt.



So, oder so ähnlich dürfte der Tag eines Neonazis wohl ablaufen. Tatsächlich lungern Hunderte von ihnen vor unseren Schulen herum, um, finanziert durch unsere Steuergelder, neue Anhänger zu sammeln. Es werden viele Stunden freiwilliger Arbeit geleistet, bezahlt aus unserem Steuersäckel, im Sinne eines positiven Echos in der Bevölkerung - eine wunderbare Werbekampagne! Man muss es sagen wie es ist: sie können schalten und walten, wie sie wollen und werden dafür noch von eben dem Staat finanziert, der ihnen in der (grauen) Theorie den Kampf ansagt. Wir meinen jeden schützen und sogar finanzieren zu müssen und stören uns nicht einmal daran, dass manche, in der freien Zeit die wir ihnen bezahlen, an unserem Stuhl und an unseren Werten sägen.

"Wir haben aus den Fehlern der Weimarer Republik gelernt" - wo denn??? Weil die Macht des Präsidenten beschnitten wurde? Weil Verfassungsänderungen jetzt explizit sein müssen? Weil die Stellung der Bundesregierung gestärkt wurde? Darüber lachen Fundamentalisten. Der einzige Weg, die Demokratie zu sichern, besteht darin, alle antidemokratischen Bewegungen deutlich zu benennen und zu bekämpfen. Oder wenigstens nicht weiterhin zu finanzieren. Keine Toleranz der Intoleranz! Ich kann doch jemanden nicht auch noch dafür belohnen, dass er mich bedroht.

Derzeit wird die Gefahr, welche uns von verschiedenen Ideologien droht verharmlost. Es mag sein, dass die Nazis vorerst in Deutschland kein Bein auf den Boden bekommen. Dies liegt jedoch weniger an den Entnazifierungsgesetzen, auf welche sich Artikel 139 GG beruft (die Deutung dieses Artikels ist höchst umstritten und damit in alle möglichen Richtungen auslegbar), sondern an einer Bevölkerung, die die Nazis (noch?) zutiefst ablehnt.

Gefährlicher sind Ideologien, die unsere Demokratie ablehnen, aber von breiten Teilen der Bevölkerung entweder verehrt oder schlicht übersehen werden. Drei Ideologien, welche unsere Staatsform ablehnen und sofort abschaffen würden, wenn sie könnten, schließen derzeit unheilvolle Allianzen. Vorerst begnügen sie sich damit, sich gegen Israel und die USA zusammenzuschließen. Sie sind sich wohl bewusst, somit bei der Bevölkerung die größten Pluspunkte zu sammeln.

Bei diesen Drei handelt es sich um Links- und Rechts-.außen, sowie den radikalen Islam. Es mag dagegengehalten werden, dass sich diese drei Ideologien spinnefeind seien. Doch ein gemeinsamer Feind eint und die anderen Konkurrenten kann man auch später beseitigen, wenn der stärkste Feind besiegt ist. Ribbentrop-Molotov docet. Genau so lief es auch in der Weimarer Republik. Rechts und Links destabilisierten vereint das Land, da sie beide darauf hoffen konnten, dann den Laden zu übernehmen. Hätten sich die Kommunisten zusammen mit der Mitte gewehrt, hätte es niemals ein 3. Reich gegeben (die haben Hitler sogar an die Macht GEZWUNGEN, weil sie sich gutmenschlich-heuchlerisch weigerten, mit dem Klassenfeind SPD zu koalieren!!!). Hätte man beide sofort bekämpft, als man merkte, dass es sich um unheilbar demokratiefeindliche Parteien handelt, hätten wir immer noch das funktionierende "Multikulti" mit unseren jüdischen Mitbürgern(!).

Leider haben wir aus diesem Fehler viel zu wenig gelernt und deshalb wird mir wohl niemand sagen können, was passieren würde, wenn "Die Linke" auf 30%, die DKP auf 20% und eine Muslim-Partei auf 30% kämen und jede dieser Parteien bewaffnete Horden aufstellten und sich langsam radikaleren Parteigrundsätzen verschriebe. Natürlich erst, nachdem sie die Gesetze dementsprechend angepasst haben. Wo bliebe in diesem Fall die Selbstschutzfunktion der Demokratie? Um unsere Werte nicht zu gefährden, setzen wir sie aufs Spiel. Um einem Nazi sein Recht auf Sozialhilfe (gibt es so etwas???) zu geben, setzen wir uns dieser Gefahr aus.

Wir müssen lernen, uns klar dagegen auszusprechen, wogegen wir sind und dies auch glaubhaft bekämpfen. Sonst ergeht es uns wie der Weimarer Republik, die Hitler nur kurz wegsperrte, woraufhin er im Gefängnis "Mein Kampf" schrieb und sich über diese milde Strafe kaputtlachte. Was heißt "sonst"? Es geht uns doch schon längst so, oder was unternimmt der Staat gegen Jugendliche, die Jugendliche einer anderen Glaubensrichtung "abzocken"? Was unternimmt er gegen Jugendliche, die andere wegen ihrer Hautfarbe, oder weil sie Juden sind, besinnungslos prügeln? Was unternimmt er gegen Michael, der Kindern seine Vision vom arischen Deutschland nahe bringt und gegen Mustafa, welcher seinen Kindern erklärt, dass Christen Dhimmis seien und gegenüber Muslimen keinen Wert hätten? Was übernimmt er gegen Kommunisten, welche bis zum heutigen Tag Propaganda von Lenin, Che Guevara, Mao, oder einem anderen Massenmörder verbreiten dürfen?

Nichts! Nada! Nothing! Um vermeintlich unseren Werten nicht zu widersprechen, opfern wir alles. Hitler, Stalin, Bin Laden und ihre Freunde lachen sich über uns kaputt..

Mittwoch, August 02, 2006

In your face, Douste-Blazy!

Während der Außenminister der Grande Nation Douste-Blazy, sich bei seiner Visite im Libanon nicht im klaren ist, ob der Iran nun eine stabilisierende Rolle spielt oder eine stabilisierende Rolle spielen kann, ist sich die iranische Führung nicht im unklaren:

"Das geistliche Oberhaupt des Iran hat den Kampf der libanesischen Hisbollah gegen Israel gelobt und der Miliz die Unterstützung seines Landes zugesichert. "Der einzige Weg zum Sieg ist andauernder Widerstand gegen das Besatzerregime Israel", sagte Ajatollah Ali Chamenei."

www.ntv.de

Oder:
"In einer am Mittwoch in Teheran veröffentlichten Erklärung, droht Chamenei den USA wegen ihrer Unterstützung Israels und dessen Angriffen auf die «Rechte der moslemischen Völker» mit einem «vernichtenden Schlag»."

www.netzzeitung.de

Quaak sagt da der Frosch!

Dienstag, August 01, 2006

When the devil dislikes the stink of brimstone!

Wieder mal ein lesenswerter Text von Spengler aus der Asia Times:

Read Spengler

Pro-Israel in Berlin!

Dem Antisemitismus der erneut in Europa an die Oberfläche schwappt entgegentreten.

Demonstration:
Sonntag, 6. August 2006 um 17.00 Uhr, Hackescher Markt, Berlin-Mitte

Für Israel