Donnerstag, Dezember 21, 2006

Man muss die Dänen einfach lieben!



Eine Gruppe dänischer Künstler hat dieses Bild in der englischsprachigen Teheran Times abdrucken lassen.
Haben Sie es bemerkt?
Einfach die Großbuchstaben links nach unten lesen.

Und der iranische Satiriker Ebrahim Nabavi schreibt an Ahmdinedschihad:
Dear Mr. Ahmadinejad, President of the Islamic Republic of Iran

Mittwoch, Dezember 20, 2006

Bürgerkrieg in Palästina? WIR sind schuld!

Eigentlich kennt man das: Da werden Waffenruhen vereinbart und sofort wieder gebrochen, da wird verhandelt obwohl es keinerlei Grundlage gibt, aber weil irgendwelche Vermittler das erzwingen. Dann werden wortreich vor hunderten von Kameras Ergebnisse präsentiert, die meist irgendwelche frankensteinmäßig zusammengefledderten Leichenteile der zerbombten und zerschossenen Kompromisslösungen vergangener Tage, Wochen, Monate und Jahre sind, wiederbelebt mit Dollars und Euros, die für den guten Willen gezahlt werden, der gar nicht vorhanden ist. Aber wenigstens ein bisschen so tun als ob, ist ja auch etwas wert. Also wird verkniffen gelächelt, abkassiert, und weiter geschossen, gebombt gemordet. Ziele sind Zivilisten, Kinder, und alle, die man zu Feinden stempelt. Alltag in Palästina.

Neu ist indes, dass diese Szenarios sich nun innerpalästinensisch abspielen, mit dem verschärfenden Faktor, dass sich nun tatsächlich beide Seiten des Verhandlungstisches in der beschriebenen Weise verhalten, was naturgemäß die Wirkdauer der so gefundenen Kompromisslösungen und Waffenstillstände erheblich reduziert. Es findet sich ja nicht mal jemand, der Hamas oder Fatah dazu aufriefe, die flagranten Brüche der Vereinbarung der jeweils anderen Seite um des lieben Friedens willen doch zu ignorieren. Man sei ja gewählter Präsident, resp gewählte Regierung, und müsse gegenüber den schwer steuerbaren Milizen der anderen Seite doch ein paar Anschläge erlauben, ohne gleich die Vereinbarung in Rauch und Feuer aufgehen zu lassen.

Aber immerhin findet sich jemand, er uns erklärt, wo die Ursachen dafür sind. Nicht etwa, dass das gegenüber Israel eingeübte Verhaltensmuster nun verhindert auch innerpalästinensich echte Friedenslösungen zu finden, und ernsthaft einen Kompromiss zu suchen, was ja auch bedeutete, Macht zu teilen und Ansprüche aufzugeben. Nein, liebe Leser, WIR sind schuld. Dazu kommt jedenfalls nach einigen sehr spektakulär zutreffenen Einsichten (wie das Israel derzeit tatsächlich ein Friedenspartner fehle) Andreas Cichowitz vom NDR in seinem Kommentar in den Tagesthemen.

Israel (natürlich!) und auch wir als Westen (immerhin!) hätten systematisch die Gemäßigten in Palästina demontiert, und säßen nun gewissermaßen selber vor dem Scherbenhaufen extremisticher Splittergruppen mit denen Verhandlungen nicht möglich seien. Nun, wir Abendländler sind ja gerne mal schuld, und dass Israel auch dann schuld ist, wenn Palästinenser sich gegenseitig erschießen, leuchtet ja ohnehin jedem ein, der sich ein bisschen in die Nahostlogik unserer Medien eingelesen hat.

Aber wo wurden bitte Gemäßigte unter den Palästinensern von Israel oder vom Westen demontiert? Welche Gemäßigten denn? In Wirklichkeit hat man doch Arafat, als er nur andeutete, man könne eventuell das Existenzrecht Israels anerkennen, und über eine Zweistaatenlösung nachdenken, sämtliche rote Teppiche ausgerollt, ihn in alle Hauptstädte geflogen, ihn mit Friedenspreisen überhäuft (einschließlich dem Friedensnobelpreis), ihm einen Flughafen gebaut, ihn mit EU-Geldern überhäuft, Israel hat ihm Autonomiegebiete unter voller und teilweiser Selbstverwaltung eingeräumt und man hat ihm in Camp David und Taba eine Endstatuslösung vorgelegt, die ihm 97% des in selbstverschuldeten Kriegen sinnlos verlorenen Palästinenserlandes als souveränes Staatsterritorium zugebilligt hätte.

Sieht so Demontage aus? Aber Arafat lehnte alles ab, er blähte stattdessen mit den Millionen und Milliarden aus dem Westen eine korrupte Bürokratie auf und scheffelte Waffen, Waffen und noch mehr Waffen und pumpte sie in einen Wirrwarr von polizeilichen, militärischen, geheimdienstlichen, paramilitärischen und eindeutig terroristischen Organisationen, um seinen endgültigen Befreiungskrieg gegen Israel glorreich führen und gewinnen zu können.

Sieht so ein Gemäßigter aus? Sein Vorhaben scheiterte erbärmlich, die palästinensischen Autonomiegebiete machte er zu einem Armenhaus, in dem es zu allem Übel auch noch an allen Ecken brennt und blutet. Flughafen kaputt, Selbstverwaltung in der Agonie, Humanitäre Katastrophe absehbar. Die von ihm persönlich immer verhinderten Wahlen werden zu einem Debakel, das einzige was ihn überlebt hat, ist der Hass. Hamas gewinnt die Wahl.

Ist der Westen schuld? Ja, aber nicht weil er "die Gemäßigten" zu wenig unterstützt oder gar demontiert hätte. Im Gegenteil. Schuld ist der Westen, weil er ständig "Gemäßigte" zu finden meint, wo einfach keine sind. Und dann Kriegstreiber unterstützt, die in ihrem Milizen Kindersoldaten rekrutieren und Zivilisten zu legitimen Zielen ihrer militärischen Operationen erklären. Wegen drohender humanitärer Katastrophen fließt weiter EU Geld nach Palästina, obwohl erkennbar ist, dass für Brot kein Euro da ist, aber für blaue Bohnen offenbar noch reichlich Kapital verfügbar ist.

Ohne einen radikalen Schnitt in der Palästinapolitik macht sich der Westen in der Tat mitschuldig am Leiden des Volkes dort. Aber nicht ganz so, wie Herr Cichowitz sich das vorstellt

Heidelbaer

Samstag, Dezember 16, 2006

Made in Turkey

Oder, Das türkische Religionsministerium erweitert seinen Aufgabenbereich

Nachdem in den Niederlanden bei den jüngsten Wahlen eine türkischstämmige Kandidatin der Linkspartei "D66" dank 35.000 Vorzugsstimmen ins Parlament gewählt worden war, obwohl ihre Partei drei Mandate verloren hatte, stellt sich heraus: dem war eine massive E-Mail-Kampagne zugunsten der Kandidatin vorausgegangen. Absender der Mails: das türkische Ministerium für Religions-Angelegenheiten im fernen Ankara.

Auch wenn sich der zuständige Minister eilends von der Sache distanzierte, zeigt sie doch prototypisch, worum es in Wahrheit geht. Denn ein Land, in dem als Normalität hingenommen wird, dass ein (zehntausende Beamte umfassendes) "Religionsministerium" nicht nur jeden Freitag festlegt, welche Predigten in den Moscheen des Landes ertönen, sondern dessen Mail-Server offenkundig auch noch in irgendeiner Form dazu benutzt wird, das politische Verhalten von in der EU wahlberechtigten Türken zu steuern – ein solches Land ist in seiner Wertebasis ganz offenkundig ziemlich weit von dem entfernt, was in der Europäischen Union Standard ist; mehr oder weniger zumindest ... Zum Artikel

Anzumerken ist noch, dass dieses türkische "Religionsministerium" (eigentlich ja nur ein islamisches) seine Variante des nationalistischen Turkislams vor allem über Organisationen wie die deutsche DITIB (Diyanet) oder die Österreichische ATIB verbreitet.
Etwa über die Errichtung und die personelle Besetzung von Moscheen, oftmals mit europäischen Steuergeldern mitfinanziert.
Eine ausländische Behörde betreibt also in Europa religiöse Einrichtungen, welche bei uns die Vorgaben der türkischen Politik umsetzen sollen.
Und das ganz unabhängig davon, ob es, wie in Deutschland, keine offiziell anerkannte islamische Glaubenvertretung gibt, oder, wie in Österreich, eine oftmals als vorbildlich beschworene anerkannte.
Was ja scheinbar ohnehin keinen großen Unterschied zu machen scheint, denn auch in Österreich arbeitet man fleißig an "religiösen Auslandsvertretungen" des türkischen Staatsapparates.

Mittwoch, Dezember 13, 2006

Gottesstaat in der Warteschleife

Im Jänner 2008 finden in Bangladesh Wahlen statt.
Als Gewinner könnten daraus die islamistischen Parteien mit ihrem Koalitionspartner der Bangladesh Nationalist Party (BNP) hervorgehen.

Die alltäglichen Demonstrationen und öffentlichen Auseinandersetzungen der politischen Lager verlaufen regelmäßig gewalttätig, auch Tote sind keine Seltenheit.
Der Präsident - gleichzeitig Vorsitzender des seit Oktober regierenden "Caretaker Government", welches im Laufe von drei Monaten die Voraussetzungen für freie Wahlen schaffen soll - hat die Armee aufgefordert, die Sicherheit während der Wahlperiode zu gewährleisten, dazu wurden u.a. 70 Bataillone mit Panzern stationiert.
Diese weltweit einzigartige Übergangsregierung wie auch deren Vorgangsweise werden jedoch von vielen der bisherigen Oppositionsparteien abgelehnt, die dahinter lediglich politische Manöver und Wahltaktik vermuten, vor allem wegen eines Naheverhältnisses mehrer Proponenten zur BNP.

Gute Wahlchancen werden der Awami League eingeräumt, da viele Menschen in Bangladesch von der BNP-Regierung enttäuscht sind. Die Korruption hat bisher ungekannte Ausmaße angenommen, von den fünf neuen privaten Fernsehstationen, welche in den vergangenen Monaten gegründet wurden, sind sämtliche Eigentümer frühere Minister der BNP.
So manch prominente BNP-Politiker ist zu großem Reichtum gelangt: Einer davon ist Tariq Rahman, der Sohn der scheidenden Premierministerin Khaled Zia. Als er 250 Millionen Dollar nach Malaysia transferieren wollte, um dort Geschäfte zu machen, ließ die malaysische Regierung das Geld einfrieren.
Auch die künstlich hochgehaltenen Preise von Grundnahrungsmitteln, Syndikate werden dafür verantwortlich gemacht, rufen Unzufriedenheit bei der Bevölkerung hervor.
So gibt es etwa Syndikate für Reis, Zucker oder Kerosin: Ein Kilo Zucker wird für 56 bis 60 Taka verkauft, also fast das Doppelte dessen was es eigentlich kosten dürfte.

Aus dieser schlechten Ausgangslage heraus möchte die BNP eine Wahlniederlage verhindern und paktiert deshalb mit der radikalislamischen Jamaat-e-Islami Bangladesh, auch um möglichen Gerichtsverfahren zu entgehen.
Die Jamaat-e-Islami, die ursprünglich die Trennung von Pakistan ablehnte und die in einigen Regionen bereits an die Taliban gemahnende Strukturen etablieren konnte, hat gemeinsam mit anderen islamistischen Kräften ihre Position während der vergangenen fünf Jahre deutlich gestärkt.
So hat Sie ihre Leute in wichtigen Positionen von Verwaltung und Polizei untergebracht, überdies ermöglicht ein neues Gesetz den Absolventen von islamischen Religionsschulen (Madrasas), nun den Zugang zum Staatsdienst - ein Schritt der wegen der meist ungeeigneten und mangelhaften Ausbildung dieser Personen die Situation innerhalb der staatlichen Strukturen weiter verschlimmern dürfte.

Die islamistischen Kräfte erhoffen durch einen Wahlsieg ihrem eigentlichen Ziel, der Errichtung eines islamischen Staates, wieder näher zu kommen.
So hat sich, seit der Staatsgründung im Jahr 1971 und der gewaltsamen Loslösung von Pakistan, der Anteil an nichtmuslimischer Bevölkerung von rund 33 % auf jetzt rund 10 % verringert, viele davon haben das Land in Richtung Indien verlasen.
Vor diesem Hintergrund scheint auch eine Machtübernahme des Militärs mit Stütztung durch die BNP und ihre islamistischen Koalitionäre nicht völlig unwahrscheinlich.

Samstag, Dezember 09, 2006

Happy Muha-mess!



Die Geburt des Propheten Muhammed
Aus dem Jami‘ al-tavarikh, Iran (Tabriz), c. A.H. 714/A.D. 1314–15
Tinte, Farbpigmente und Gold auf Papier
Edinburgh University Library (MS Arab 20, folio 42r), Cat. 6
In der entsprechenden Ikonographie ersetzen die drei Frauen links die drei Weisen aus dem Morgenland.
Der Großvater des Propheten Abd al-Muttalib rechts vertritt Joseph.

Ochs und Esel ... aber lassen wir das. ^^

Freitag, Dezember 08, 2006

Baker-Hamilton-Kommission

Alle 79 Punkte des Reports durchzunehmen würde den Rahmen dieses Blogs sprengen, aber es lohnt sich, die wenigen in den Medien genannten Punkte anzusprechen.
Etwa die Einbeziehung des Iran und Syriens, um die Lage im Irak zu stabilisieren.

Dieses Ansinnen belegt eigentlich, dass diese beiden Länder bisher wohl einiges dazu beigetragen haben die Lage zu verschlimmern - neben den Fehlern die sich die USA und Großbritannien geleistet haben.
Die irakische Politik und die Sicherheitskräfte stärker in die Pflicht zu nehmen ist an sich ein guter Vorschlag.
Allein, wie bei den meisten derartiger "guten Ratschläge" ist die Frage der Umsetzung der Knackpunkt, nicht jener der Zielsetzung, denn so klug war man auch schon bisher gewesen
Unterm Strich bleibt von dem Report der Kommission vielleicht folgendes: Irgendwie ist alles mit allem verbunden, und wenn alle Beteiligten auch irgendwie ihren Willen bekommen, ist Ruhe in der Kiste.

Weshalb allerdings Syrien - das munter die Hisbollah aufrüstet, eine gewählte Regierung stürzen möchte und dabei nichtmal vor Morden an libanesischen Politikern zurückschreckt - durch gutes Zureden und einer eventuellen Rückgabe des Golan, darauf verzichten sollte, den Libanon als Protekrorat oder abhängiges Staatsgebilde zu betrachten, wird nicht beantwortet.

Auch was Israel mit dem Streben des Iran nach regionaler Dominanz (inklusive Atomwaffen) über die sunnitischen Araber, sowie der Kontrolle des persischen Golfs, zu tun hat wird nicht beantwortet.
Ebenfalls nicht beantwortet wird, weshalb der Iran Interesse daran haben sollte, dass sich Shiiten und Sunniten im Irak aussöhnen - eher das Gegenteil bringt ihnen doch Vorteile.
Es bleibt also ein schaler Nachgeschmack, denn offenbar mangelte es nicht nur den meisten Neocons an Durchblick in der Region, sondern auch James Baker, und der Mann war immerhin mal Außenminister, auch dass jemand wie Lawrence Eagleburger Kommissionsmitglied ist stimmt auch nicht gerade zuversichtlich, der Mann machte bereits am Balkan eine traurige Figur.

Hoffen wir also auf Gates!

Mittwoch, Dezember 06, 2006

Terrorexport

Die ägyptische Polizei hat in den vergangenen Tagen 1 Amerikaner, 11 Europäer (!) und mehrere Staatsbürger aus div. arabischen Ländern unter Terrorverdacht verhaftet.
Vielleicht sollten wir uns in Europa langsam die Frage stellen, wer für wen die größere Terrorgefahr darstellt, nachdem wir uns scheinbar entschlossen haben muslimische Fanatiker mit Glacéhandschuhen anzufassen.

Achja, dem ehemaligen italienischen Geheimdienstchef wird jetzt wohl der Prozess gemacht, weil er mit der CIA kooperierte, die einen islamistischen Prediger entführt und an Ägypten ausgeliefert hat.
Tut man ja auch nicht sowas!
Man wartet gefälligst bis sie ihre Planungen abgeschlossen haben und von alleine das Land verlassen.

Mittwoch, November 29, 2006

Konvertiten als Brückenkopf der Islamisierung

Frau Eussner sagt was Sache ist

Und zur Ergänzung: Nichterfüllte Pflicht: Anleitung für Attentäter, jetzt auch in Deutsch

It`s stupid human rights, stupid!

Genf - Das U.N. Human Rights Council lehnte am Dienstag ab, die Sudanesische Regierung für anhaltende Menschenrechtsverletzungen in Darfur Verantwortlich zu machen.
Stattdessen beschränkte man sich darauf an alle Parteien zu appellieren die Gewalt zu beenden.

Das Human Rights Council ist die Nachfolgeorganisation der diskreditierten Human Rights Commission.

Hier mehr

Eine Perle: UN-Generalsekretär Kofi Annan hat den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen aufgerufen, eine Dringlichkeitssitzung zur Lage in der sudanesischen Krisenregion Darfur einzuberufen. Es könne nicht sein, dass sich der neue Rat in Dringlichkeitssitzungen ausschließlich mit dem israelisch-arabischen Konflikt befasse, betonte Annan.

Ach was, wo ein Wille ist ist ein Weg, Kofi!

Sonderzug Wien - Teheran - Abstellgleis

Vom Bahnsteig zurücktreten, alles einsteigen und festhalten bitte!

Die ÖBB (Österreichische Bundesbahn) zeigt dieser Tage erneut auf, wie gut geschmiert Politik und Wirtschaft mitunter zusammenarbeiten.
Man nehme ein abgehobenes Management, einer davon mit FPÖ/BZÖ-Hintergrund namens Vogel (kauft auch gerne millionenteure Anlagen zur Gepäckdurchleuchtung die zu stark strahlen), den Universitätsprofessor Massud Mossaheb und die mittlerweile dubiose Österreichisch-Iranische-Gesellschaft.

Alles gut durchgerüttelt kommen dann iranische Schnellbahn- und Eisenbahnprojekte heraus, welche die ÖBB, wohl mit österreichischen Steuergeldern, errichten vor allem aber vorfinanzieren sollte.
Noch eine Unterschrift ohne Rücksprache(?) unter den Vorvertrag gesetzt und fertig ist die Kalamität:
http://derstandard.at/?url=/?id=2677031

Na wenigstens gehts nicht ums Öl! ;P

Montag, November 27, 2006

Samstag, November 25, 2006

Merke: Babyficker sollten zumindest nicht penetrieren!

Wer derartiges schriftlich fixierte?
Na der Ayatolla Khomeini, in seinem religiösen Standardwerk Tahrir-ul-Vaseela:

Mehr davon

Mittwoch, November 22, 2006

Djihadisten und Huren

Ein lesenswerter Artikel von Spengler aus der Asia Times, auch wenn man nicht jeder Ausführung folgen mag.
Aber er spricht einige Aspekte an welche die mitunter seltsame und auf Konfrontation ausgerichtete Vorgangsweise der iranischen Regierung zu verstehen hilft - nicht dass sie deswegen besser würde.

"... Overall, the number of prostitutes is also on the rise and there are an estimated 300,000 of them in Tehran alone ... Nevertheless, Gharaii Moghaddam says ´the number isn't so high when compared [with] the 4 million unemployed only in Tehran and the 5 million drug addicts today in Iran.´"

"... Nothing is more threadbare than the claim of Islamists to defend Muslim womanhood. Islamist radicals (like the penny-a-marriage mullahs of Iran) are the world's most prolific pimps. The same networks that move female flesh across borders also provide illegal passage for jihadis, and the proceeds of human trafficking often support Islamist terrorists."


http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/HK21Ak01.html

Samstag, November 18, 2006

Die Akademie gibt bekannt ...

Als Kind hatte ich ab und an die zweifelhafte Freude, auf Personen zu treffen die aus der Nazizeit einen kleinen Schaden davongetragen hatten.
Im wesentlichen handelte es sich dabei um einen sog. Dachschaden, der sich bei Gelegenheiten die emotional aufrühren unter anderem in Aussagen wie: "Zumindest ein kleiner Hitler g`hört nochmal her" manifestierte.

Gesagt getan, in unregelmäßigen Abständen wird "die Akademie" an entsprechend würdige und verdiente Personen einen virtuellen Preis vergeben: Den Kleinen Adi.
Ausgezeichnet werden damit all jene die sich um die Verbreitung von antisemitischen Stereotypen, allgemeiner Hasspropaganda, platten Vorurteilen oder schlicht Idiotie in Wort, Schrift und Bild verdient gemacht haben.

Der erste Preisträger ist Samir Ubeid, für seine Bemerkung, der Nobelpreis wäre rassistisch da er bereits an 167 Juden aber nur an 7 Muslime verliehen wurde, wohinter er außerdem die Protokolle von Zion am Werk sieht (Soweit auch zur Theorie die Muslime wären die neuen Juden - ach, wären sie es doch nur).

laureatus eselei und sein Adilil

Montag, November 13, 2006

Afrikas unwillige Helfer

Bereits Ende Oktober bombardierte die sudanesische Luftwaffe 4 Dörfer im benachbarten Tschad und jetzt fielen laut UNHCR sudanesischen Reitermilizen ebendort mindestens 220 Menschen zum Opfer (die rund 50 Toten, darunter laut UN-Quellen 27 Kinder, bei den kürzlichen Angriffen auf Flüchtlingslager in Darfur sind ja leider medial untergegangen).
Gespannt wartet man also auf eine Verurteilung durch den UN-Sicherheitsrat, dessen Vollversammlung oder zumindest auf ein deutliches Statement der Arabischen Liga oder der Organisation der Islamischen Konferenz.

Also, jetzt aber, dort wird sich doch noch irgendwo zumindest ein klitzekleiner Jude oder Israeli als Stimuli finden lassen damit der Erregungsfall gegeben ist!
Vielleicht könnte man auch die tapferen Jungs von der französischen UNIFIL-Truppe hinschicken, denen juckt ja ohnehin bereits aus lauter Langeweile der Finger am Abzug.

Donnerstag, November 09, 2006

Islamophobie?!

Am Mittwoch, den 13. September 2006, konnte man folgenden Artikel bei Philippika lesen:
10 Jahre MuslimischeJugendÖsterreich
Erwähnt wurde darin ein ominöser "Bombenanschlag", der jetzt allerdings kurz vor der Klärung stehen dürfte, und wie bereits im Artikel nachgetragen scheint sich die islamistische Spur zu bestätigen: http://wien.orf.at/stories/148838/

Das Schreckgespenst der Islamophobie ist eben nicht gleich Antisemitismus, und real existierender Faschismus ist auch ohne muslimische Trittbrettfahrer und Holocaustneider ausreichend übel.

Mittwoch, November 08, 2006

Leseempfehlung - Das Komplott

Die wahre Geschichte der Protokolle der Weisen von Zion.
Gezeichnet von Will Eisner mit einem Vorwort von Umberto Eco.

Montag, November 06, 2006

Shariagerichte, Sex und geduldeter Kindesmissbrauch

Ghada attacks clerics for sexual abuse of children

Aus dem Bahrain-TV, tolle und mutige Frau - Respekt!
Und das alles während bei uns europäische Politiker und Behörden anfangen von der "Verträglichkeit" der Sharia zu quatschen.
Achja, Sharia heißt der Weg zur Tränke!
Drauf geschissen, soll es heißen wie es mag.

Die Finnlandisierung von EU und UN

"Finnlandisierung" ist ein Begriff aus den Tagen des Kalten Krieges, er beschreibt einen Umstand der damaligen finnischen Politik: kuschen und ja nicht auffallen, um den "russischen Bären" nicht zu provozieren oder gar zu verärgern.

Wenn man möchte, kann man es auch als sich Totstellen bezeichnen, ein Reflex der auch heute der finnischen Politik noch zu eigen ist (es sei denn kein Ärger ist zu erwarten).
Darüberhinaus wird diese Haltung aber auch mehr und mehr Teil der außenpolitischen Linie der EU (soweit man hier von einer Linie sprechen kann), dass die UN faktisch politisch handlungsunfähig ist - und auch nichts unternimmt dies zu ändern - ist hingegen Normalität, also nicht wirklich überraschend.
Die finnische EU-Ratspräsidentschaft erklärte also, dass die Europäische Union die Todesstrafe grundsätzlich und deshalb auch im Fall Saddams ablehne.
Das ist durchaus löblich - so man es sich leisten kann, im Falle Russlands, Chinas und den Nationen im islamischen Raum scheint die EU der Meinung zu sein, es sich nicht leisten zu können und schweigt im wesentlichen.

Wenig überraschend also, dass man auch zu Darfur lieber weiterhin schweigt.
Oder so wie jüngst Herr Ziegler von der UN, die Verantwortung bei den USA sucht, freudig sekundiert von China welches die USA als größten Waffenhändler anklagt.
Zwar entstammt die Standardausrüstung der Region (chinesische Kalaschnikovs usw) in Afrika eher chinesischer Produktion, die Militärberater der sudanesischen Regierung sehen auch irgendwie verdammt chinesisch aus und Russland hat längst die USA als Waffenhändler abgelöst, aber die Reflexe funzen auch hier noch - nunja, reflektorisch.

Und so wird man weiterhin an mit-verantwortlicher Stelle beredt schweigen, wenn in Darfur wie zuletzt Flüchtlingslager angegriffen werden und mittlerweile das UN-Programm zur Auslöschung der Kinderlähmung durch den Sudan gefährdet wird, oder wie Wole Soyinka es ausdrückt: Wie viel Terror braucht die Welt noch ...

Dienstag, Oktober 31, 2006

Hallo Wien, na eigentlich eher Halloween

Wie auch immer.
Jedenfalls allen Bloglesern viel Spaß, aber auch eine besinnliche Zeit zu Allerheiligen und Allerseelen.





Hier weitergucken

Die Brücke ist gefallen

The fallen bridge over the Bosporus
By Spengler

Not since Boris Pasternak refused the Nobel Prize for literature in 1958 has a Nobel laureate regarded the award with such mixed feelings as Turkish novelist Orhan Pamuk. He set out to be a political dilettante, as befits a postmodern European novelist, and to his profound consternation has had to become a man of principle. That in no way diminishes the poignancy of Pamuk's position, but it makes him more interesting than the average martyr, in a postmodern sort of way ... Hier weiterlesen!

Sonntag, Oktober 29, 2006

Totentänze!



Kanzlerin Angie hat gesprochen: "Es wird harte Strafen geben!"
Das Ziel ihres finalen Urteilspruches sind natürlich jene Soldaten die sowohl pietätlos wie in Verkennung der Bedeutung von Ort und Zeit mit menschlichen Knochen und Schädeln herumgealbert hatten (wobei nach einigen Meldungen auch andere Nationalitäten an ähnlichem beteiligt gewesen sein dürften).
Entgegen mancher Aussagen denke ich auch nicht, dass es sich um Dumme-Jungen-Streiche gehandelt hat, wie es sich wohl auch nicht um deutsche Kindersoldaten handelt.

Eines sollte allerdings auch klar sein, und genau hier gilt es mit Kritik anzusetzen: Das ausgeblutete und noch immer wunde Afghanistan ist nicht Mitteleuropa, Soldaten keine Kindergärtnerinnen und herrenlose Knochen in einer Kiesgrube sind keine Folteropfer.
Deshalb besteht auch absolut kein Grund für Polit-Hysterie oder Ansätze zur Politjustiz, die ihrerseits erbärmlich und dreist wirken. Noch darf kein deutscher Politiker den Anspruch stellen direkten Einfluss auf zivile- oder Militärgerichtsbarkeit zu nehmen, und hat sich so folglich einer Präjudizierung oder der Verkündigung eines Strafmaßes zu enthalten - man hätte sich manchmal nur den Bruchteil dieser Verve in Rechtsfragen an angemessenerer Stelle von Seiten der deutschen Politik gewünscht.
Was bleibt also?
Angemessen (!) diejenigen zur Verantwortung ziehen die verantwortlich zu machen sind, aber auch die Kirche im Dorf lassen.
Man kann sich dem Ergebnis des menschlichen Sterbens auf vielerlei Weise nähern, vom Ötzi-Museum, umstrittenen Plastinaten und alten Anatomiemodellen im Klassenzimmer über die oben abgebildeten mexikanischen Süßigkeiten zu Allerheiligen (Happy Halloween übrigens!) bis zu Terror und Abschreckung oder eben mit den Augen einzelner Dummköpfe zwischen Dauerstress und Langeweile am Hindukusch.

Übrigens, auch das ist Deutschland: Friedensdorf für Kinder

Samstag, Oktober 28, 2006

Von Afrika lernen?

Am Dienstag hat die Regierung des Niger angeordnet 150 000 arabischstämmige Mohamids auszuweisen, die vor allem während der 80er Jahre als Flüchtlinge ins Land gekommen waren.
Als Grund werden Spannungen zwischen nomadisierenden Einheimischen und den bewaffneten und großteils ebenfalls nomadisierenden Mohamids genannt, wobei letztere auch zunehmend Einfluss in Politik, Verwaltung und Militär erlangt haben.

Nigers Innenminister Mounkaila Modi: "These foreigners have shown no respect to the rights of the natives and they're putting pressure on pastures in this region. We can no longer accept seeing our ecosystem degraded by foreigners."

http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/6081416.stm
http://www.iht.com/articles/ap/2006/10/24/africa/AF_GEN_Niger_Expulsion_Orders.php

Montag, Oktober 23, 2006

Integration

Der Islam macht es Europa nicht leicht
Von Ayaan Hirsi Ali.

Wenn Integration funktionieren soll ... (Hier weiterlesen)

Ninja in Action

Die Entscheidung, durchzuhalten

Ein Gastbeitrag von Didymus

Erinnern Sie sich noch an den hessischen Fragekatalog zum Wissens- und Wertekanon der Bundesrepublik Deutschland? Genau: dessen (auf)richtige Beantwortung sollte bei einbürgerungswilligen Ausländern sicherstellen, daß "künftige Mitbürger das Grundgerüst dieser Republik mittragen". Und was sichert nun das Vertrauen in diese Deutschen in spe? U.a. die korrekte Antwort auf die Frage 17: "Erläutern Sie den Begriff 'Existenzrecht' Israels!" Na - wüßten Sie es ? (Hier weiterlesen)

I.V. C.C.

Donnerstag, Oktober 19, 2006

Islamische Frustration!

"Es sind die doppelten Standards des Westens welche die Muslime ablehnen und erzürnen - Man kann ein gewisses Maß an Respekt vor religiösen Überzeugungen verlangen - Islam heißt Frieden - Der Islam beschützt und toleriert die Buchreligionen", Sicher haben Sie den einen oder anderen dieser Sprüche auch schon gehört.
Aber wie sieht die Realität aus?
Gut, wir kennen die Lage in Saudi Arabien (sind eben die extremen Wahabiten an der Macht), und wir erinnern uns vielleicht noch an die Vorfälle in Afghanistan im Zusammenhang mit einem Kovertiten (ist halt ein ruiniertes Land), aber was den meisten nicht klar sein dürfte ist der Umstand, dass vergleichbares in jedem Land "unter dem Halbmond" geschehen kann, und auch geschieht.

Ägypten, Scheich wegen Konvertierung zum Christentum inhaftiert.

Übrigens, in der Türkei leben heute nur noch 0.2 Prozent Christen (gegenüber rund 30 Prozent zu Beginn des vorigen Jahrhunderts), dennoch fürchtet sich die türkische Regierung unter Erdogan - die einem Christenclub beitreten möchte - scheinbar vor dieser Minorität.

Dienstag, Oktober 17, 2006

Der Apokalypso auf Österreichisch!

Als Replik auf einen Gastbeitrag von Wolf Lotter in der Achse des Guten: Die Apokalypse auf Österreichisch

Ja, in Österreich ist die Grüne Gentechnik "verboten" (zumindest so weit das mit den EU-Normen vereinbar ist), darüber besteht ein breiter Konsens zwischen Bevölkerung, Politik und Landwirtschaft - oder muss man mit aller Gewalt müssen, wenn man nicht will?
Österreich besitzt mittlerweile weltweit den höchsten Anteil biologischer Landwirtschaft pro Kopf - und das ist gut so, warum sollten wir uns das kaputt machen lassen?
Es gibt viele gute Gründe die gegen Grüne Gentechnik sprechen, und nur sehr wenige dafür (im wesentlichen nur die Virusresistenz von Obstbäumen): etwa dass konventioneller wie auch biologischer Anbau durch die natürliche Austragung von Pollen gentechnisch modifizierter Pflanzen verunmöglicht wird.
Ein gewichtiger Grund sollte aber auch dem schärfsten Gentech-Befürworter einleuchten: ein ökonomischer, neben dem heimischen Markt bietet sich für Österreichs relativ kleine Landwirtschaft ein profitabler Nischenmarkt innerhalb des landwirtschaftlichen Einheitsbreies, nämlich Produkte die mittlerweile europaweit gut am Markt zu positionieren sind.
Wir können global nur mit Qualität mithalten - nicht mit Masse!
Und dies trifft nicht nur auf Österreich zu sondern auf weite Teile der europäischen Landwirtschaft.

Sicher ist nicht jedes öffentliche Statement und Schlagwort zum Thema intelligent oder wissenschaftlich korrekt, muss auch nicht, allemal erträglicher als die Goldener Reis-Täuschungsmanöver der Genlobby (schon mal daran gedacht den Anbau von karotinhaltigen Gemüsesorten zu fördern?).

Parlamentsdebatte in Österreich über Grüne Gentechnik

Sonntag, Oktober 15, 2006

Sensation!

Erkentnisse der Neurobiologie werden durch islamischen Wissenschaftler bestätigt:

The difference between men and women

*Evil grin*
Gefunden im Sandmonkey-Blog

Samstag, Oktober 14, 2006

Wer dreht an der Klimaanlage?

Gibt es den durch Menschen verursachten Klimawandel?
Keine Ahnung!
Ich bin kein Experte, aber Wissenschaftler die diese Ansicht vertreten (in Österreich ist das etwa Helga Kromp Kolb: http://www.greenpeace.at/2111.html ) scheinen mir glaubwürdiger als jene die von Panikmache reden, wie zB. Michael Crichton: http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/133/87046

Es muss sich eben jeder selbst seine Meinung dazu bilden.
Sich so rasch wie nur möglich aus der fossilen Energieversorgung auszuklinken ist aber wohl ohnehin unabdingbar, schon aus politischen Gründen, Klima hin oder her.

Und natürlich verursacht Rauchen keinen Lungenkrebs, meine Urgroßmutter hat auch immer geraucht und starb erst mit 92, also geben Sie unbesorgt Ihrem 13jährigen Kind eine Zigarette wenn es Sie danach fragen sollte - schon um die militanten Nichtraucher zu ärgern, wäre ja gelacht!

Freitag, Oktober 13, 2006

Sonntag, Oktober 08, 2006

Dienstag, Oktober 03, 2006

Leseempfehlung - Franz Rosenzweig

Franz Rosenzweig (* 25. Dezember 1886 in Kassel; † 10. Dezember 1929 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Historiker und Philosoph des modernen Judentums, der abendländische Philosophie mit biblisch-jüdischem Denken vereinte.

Rosenzweig in Kassel, 1920: "Die Gegensätze werden jetzt ausgekämpft und bleiben bestehen: Judentum und Christentum, Judentum und Islam, Kirche und Völker.
Weltgeschichtlich äußerlich wird das kommende Jahrtausend der Kampf zwischen Abend- und Morgenland, Kirche und Islam. Germanen und Arabern. Innerlich bleibt die Welt eine."

Innerlich bleibt die Welt eine. Ausgewählte Schriften zum Islam.
Herausgegeben, eingeleitet und mit einem Nachwort von Gesine Palmer und Yossef Schwartz
2003, 151 S., Kt., EUR 19,80
ISBN 3-86572-282-2

Freitag, September 29, 2006

5 Jahre danach sind 5 Jahre davor!

Eine wirklich einmalige Dokumentation von Memrifilms.org, über die Medienrealität (und darüber hinaus) im vorwiegend islamischen Raum.
Im ersten Teil wird als Einleitung auch kurz die Arbeit von Memri erklärt.
Ansehen, verlinken, weiterempfehlen: 5 years later

Dienstag, September 26, 2006

Eia popeia in der Oper

Die Mozart-Oper Idomeneo handelt vom kretischen König Idomeneo, der nach seiner Heimkehr vom trojanischen Krieg gezwungen ist, seinen eigenen Sohn zu opfern.
Der Versuch einer Inszenierung des Idomeneo an der Deutschen Oper Berlin handelt hingegen von einer sogenannten Kulturnation die ihre Werte opfert.

Wohin sind sie alle verschwunden die Maulhelden der Kunst?
Muss schon die CSU (!) Schützenhilfe leisten, wenn u.a. Jesus(!), Muhammed und Buddha in einer - wie auch immer gelungenen - Inszenierung kritisch am Theater thematisiert werden, weil die Kulturelite es vorzieht in vorauseilendem Gehorsa... pardon, aus Sensibilität zu schweigen - die ersten Imame äußern bereits ihre Zufriedenheit.

Ganz im Ernst, ich habe mich im Verlauf dieses Jahres (das in Österreich als Mozartjahr begangen wird) ab und an gefragt, wann erstmals Protest wegen der Darstellung von Muslimen in der "Entführung aus dem Serail" geäußert werden wird.
Naja, fast aber nicht ganz!

Duldung und Demütigung, taz-Artikel aus dem Jahre 2002

Freitag, September 22, 2006

Die Methodik im reflektorischen Exzess

*)Wird gegen Juden polemisiert, dann ist der Holocaust: entweder erfunden, die Juden waren Mit-Schuld, oder er war doch gar nicht so schlimm (man denke u.a. an die Holcaust-Leugner-Konferenz im Iran).

*)Wird gegen den Westen (gerne auch in Deutschland) polemisiert, dann sind die Muslime die neuen Juden.

Beides Aussagen ergeben nicht nur eine interessante Synthese, sondern erlauben auch einen ebensolchen Blick in die islamische Psychopathologie - allerdings ein Irrsinn der mit Blick auf Europa durchaus politisch Methode hat.

Passend auch hierzu:
Warum Kritik am Islam Gewaltreflexe auslöst, von Hans-Peter-Raddatz

Montag, September 18, 2006

Ausbeutung oder Embargo?

Wie hätten wir es denn gerne?

Vor Castro und seinem Handelsminister Che Guevara war Kuba pro Kopf eines der reichsten Länder Lateinamerikas, reicher sogar als Österreich oder Japan! Man sollte meinen, dass diese Tatsache es verdiente, in allen Zeitungsartikeln über die Meriten Castros erwähnt zu werden. Fehlanzeige! Wen interessiert dieses kleine Detail denn schon, wenn es um Ideologie und Rechthaben geht? Da wird lieber mit irgendwelchen imaginären sozialen und medizinischen Errungenschaften des Regimes hausiert. Ist die medizinische Versorgung Kubas besser als die Japans oder Österreichs? Wers glaubt wird selig. Schöner Fortschritt.
Ja aber: ist daran nicht das Embargo des bösen Klassenfeindes schuld? Gemeinhin wird die Weigerung der USA, mit der kubanischen Diktatur Handel zu treiben, pompös "Embargo" genannt. Man sollte ja meinen, dass jeder kapitalistische Handelsboykott mehr als wett gemacht worden wäre durch die gigantische Wirtschaftshilfe der Sovjetunion. Übergehen wir dieses unwesentliche Detail und fragen die unschuldige Frage:
Gibt es das Recht des Handels mit dem Klassenfeind? Und wenn der Klassenfeind nicht handeln will, darf man das dann Embargo schimpfen?
Nanu! Ich dachte, Handelsbeziehungen mit den USA beruhten auf Ausbeutung und Ausplünderung des Handelspartners? Selbst der Dümmste (aber nicht der Indoktrinierteste) wird folgendes zugeben: eine Handelsbeziehung mit den USA kann nur dann ausbeuterisch genannt werden, wenn der Partner Schaden leidet. Wer das Ende des sogenannten Embargos, also den Anfang einer Handelsbeziehung fordert, fordert doch, ausgebeutet zu werden. Nieder mit dem Embargo? Ja gibt es das Recht darauf ausgebeutet zu werden?

Samstag, September 16, 2006

Der Papst ...

War zwar in der Karikatur-Causa nicht sehr solidarisch, aber Meinungs- und Redefreiheit auch im universitären Bereich gilt ebenso für ihn.
Hier also zwei Solidaritätslinks:

Raddatz im D-Radio
FAZ :So geht`s nicht

Freitag, September 15, 2006

In memoriam und mea culpa

Kindermund tut Wahrheit kund, sagt man.
Vergleichbares dürfte auch für Todkranke gelten, die eben keinen Grund mehr haben falsch verstandene Liberalität zu üben oder Scheinmoral vor sich herzutragen - Rücksichtnahme für die Intoleranz und Gewalt anderer, hohle Phrasen für`s Wohlfühlgefühl der geistig Scheintoten?
Wozu, für wenn?!

Oriana Fallaci ist also tot, lange Zeit hat sie - diese im guten Sinn streitbare wie zuletzt umstrittene Frau - ihrer Krebserkrankung die Stirn geboten, bis zum unausweichlichen Ende.
Kein Zweifel, sie hat polarisiert mit ihren letzten Büchern über den Islam und Europa, wie auch mit ihren Statements zur Causa.
Zu Recht, denn das Lager ihrer potentiellen Gegner, vor allem aus dem islamischen Umfeld, setzt sich auch nicht aus "Sensibelchen" zusammen wenn es gilt Kritiker mundtot oder in Einzelfällen auch mal ganz tot zu machen.

Wer sie ehren möchte und ganz besonders wer sie ablehnt sollte ihre Bücher lesen, etwa "Die Wut und der Stolz".
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Mea culpa, mea maxima culpa!
Wenn sich schon "Papa Ratzi" nicht dafür entschuldigt, darauf hingewiesen zu haben, dass Religion nicht mit Gewalt verbunden sein sollte (hier der Vortrag) mache ich es::

Ich entschuldige mich dafür kein Muslim zu sein!
Ich entschuldige mich dafür fröhlicher Atheist zu sein!
Ich entschuldige mich für die Eroberung Spaniens im Namen des Islam!
Ich entschuldige mich ein Angehöriger des Dar el-Harb zu sein!
Ich entschuldige mich für die Eroberung Konstantinopels im Namen des Islam!
Ich entschuldige mich für die erfolglosen Türkenbelagerungen inklusive Verschleppung zigtausender Europäer und die Befreiung Griechenlands!
Ich entschuldige mich die Sharia und ihre Hadd-Strafen nicht zu respektieren!
Ich entschuldige mich dafür, dass es im Vatikan keine Moschee gibt!
Ich entschuldige mich für Dafur!
Ich entschuldige mich für die hohe Auflage von "Mein Kampf" in der Türkei und anderswo!
Ich entschuldige mich dafür, dass der Westen dem Islam Fortschritt und Technik gestohlen hat!
Ich entschuldige mich dafür nicht zu wissen, wie man Fortschritt und Technik stiehlt!
Ich entschuldige mich für die Auslöschung des Buddhismus in Zentralasien durch den Islam!
Ich entschuldige mich dafür, dass Nichtmuslime ihren Glauben oder Unglauben in islamischen Ländern nicht frei ausüben dürfen!
Ich entschuldige mich für die Demütigung der Muslime soviel von anderen Kulturen übernommen zu haben: Indien, Persien, China, Byzanz, vom Westen!
Ich entschuldige mich dafür nicht mit Extremisten zusammenleben zu wollen, auch wenn diese in meinem Land leben möchten!
Ich entschuldige mich für diesen und jeden weiteren islamkritischen Artikel!

Ok, das letzte war nur Spaß! :P

Mittwoch, September 13, 2006

10 Jahre MuslimischeJugendÖsterreich

Am 9. September fand in Wien die Zehnjahresfeier der MJÖ statt, als Gratulanten traten unter anderem Nationalratspräsident Khol wie auch Bundespräsident Fischer auf, letzterer mittels Video-Grußbotschaft.
Überschattet wurde die Feier durch das Auffinden eines verdächtigen Pakets, welches sich als Sprengsatz herausstellen könnte (!) - die Überreste werden nach der kontrollierten Sprengung einer Gaskartusche durch die Polizei noch ausgewertet.

Wie Doris Edelbacher vom Wiener Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung meinte, "Könnte die Aufschrift '4. Juli 1926, Weimar', die auf einen rechtsextremen Hintergrund deutet, auch 'bewusst falsch gelegt worden sein'."
Wie ich meine, haben einige vergleichbare Vorfälle der jüngsten Vergangenheit immer bemerkenswert wenig Schaden angerichtet.
Mutmaßungen meinerseits darüber sind jedenfalls genau das und nicht mehr, aber in einer Szene in welcher nicht erst seit 911, Madrid und London nun wirklich jeder Anschlag als durch Nichtmuslime gefakt betrachtet wird, würde mich ein anderer als ein rechtsextremer Hintergrund auch nicht wirklich überraschen.

Aber zurück zur MJÖ, ich nahm mir also die Zeit einen Bericht über das Jubiläum im Radio anzuhören - ich bekenne, ich bin bei derartigem nicht ganz ohne Vorbehalte - doch mein erster Eindruck war überraschend positiv, was sich allerdings schnell änderte, ein Stimmungsbild kurz zusammengefasst: Die Muslime sind die neuen Juden, die Muslime sind die eigentlichen Opfer, die USA unter Bush sind ein fanatisiertes Land, die Berichterstattung der Medien trägt Schuld am schlechten Bild der Muslime.
Die übliche Suada eben, und nun wirklich genau das was ich eigentlich schon von Beginn an erwartet hatte.

Ich machte mir daraufhin die Mühe die Webseite der MJÖ zu besuchen, und auch dort fand ich nichts Neues, u.a.: Tariq Ramadan ist Leitfigur und Hero (bei dem Herrn bekomme ich immer die Krätze); die Gewalt wird verurteilt, aber natürlich hat Dänemark gezielt mit den Muhammed-Karikaturen im Namen der "vermeintlichen Pressefreiheit" einen "jämmerlichen Akt" gesetzt und damit provoziert (noch jemand un-provokante Karikaturen aus dem islamischen Raum gefällig?).

Zum Selbstbild der Gruppe: "Fern ab von religiösem Extremismus (Anm.: Dieser muss ja nicht zwingend gewalttätig sein, es reicht wenn er sich im Kopf abspielt) auf der einen und einer völligen Auflösung der eigenen Identität auf der anderen Seite wollen wir eine österreichisch-islamische Identität kreieren."

Nein, bitte nicht, muss ich dazu sagen!
Ich etwa bin Atheist und Österreicher, aber sicher nicht Träger einer kreierten atheistisch-österreichischen Identität. Denn meine Identität als Österreicher hat damit nichts zu tun, einfach weil Österreicher zu sein für mich keine Frage der Religions- oder Nichtreligionszugehörigkeit ist, und genau aus diesem Grund gibt es bei uns auch keine einzelne Staatsreligion und sog. negative Religionsfreiheit.
Achja, und der Buddhismus zählt i.ü. auch zu den staatlicherseits anerkannten Religionsgemeinschaften in Österreich, nicht nur die sog. Buchreligionen - bitte das nachzutragen!

D`Ehre und Baba!

Nachtrag: Es gibt natürlich auch noch andere (http://www.ijoe.at/deutsch.htm), und mittlerweile wird auch in deren Richtung ermittelt.

Donnerstag, September 07, 2006

Fremde Stimmen - Europas neue Dissidenten!

Europa ist die Heimat einer neuen Klasse von Dissidenten. In der jetzigen Ära heißt der Unterdrücker nicht länger Sowjetunion, sondern radikaler Islam.

Nehmen Sie etwa Seyran Ates, Am Samstag schloss die bekannte deutsche Rechtsanwältin türkischer Abstammung auf Grund von Morddrohungen ihre Anwaltspraxis in Berlin.
Frau Ates kämpfte gegen Zwangsehen, so genannte Ehrenmorde wie gegen familiäre Gewalt denen muslimische Frauen und Mädchen zum Opfer fallen.

Auch die wahren Ursachen des Terrors betreffend nahm sie sich kein Blatt vor den Mund. Nach den Bombenattentaten in London letztes Jahr sprach Frau Ates etwa davon, dass kommende Terroristen aus der dritten und vierten Generation muslimischer Migranten stammen werden, die "Unter den Augen wohlmeinender Politiker von Anbeginn an zum Hass auf die westliche Gesellschaft erzogen wurden."
In der Erklärung auf ihrer Webseite, in der sie ihre Entscheidung die Praxis zu schließen erläutert schreibt sie: "Aufgrund der Bedrohung durch die Verfahrensgegner meiner Mandantschaft und vor allem aufgrund einer akuten Bedrohungssituation ist mir wieder mal allzu deutlich vor Augen geführt worden, wie gefährlich die Arbeit als Rechtsanwältin war und wie wenig ich als Einzelperson geschützt war und bin."

Sich gegen den Islam auszusprechen kann zum tödlichen Risiko werden, wie auch der grausige Mord an Theo van Gogh im Jahr 2004, in den Straßen von Amsterdam aufzeigte.
Van Gogh hatte zusammen mit der niederländischen Politikerin Ayaan Hirsi Ali einen Film über die Misshandlung von Frauen gedreht.
Im Mai verließ die aus Somalia stammende Hiris Ali die Niederlande Richtung USA wegen Sicherheitsbedenken.

Außerhalb der Niederlande weniger bekannt ist die Notlage eines anderen Mitglieds des niederländischen Parlaments, Geert Wilders.
Wie Ali so musste auch Wilders in Armee-Baracken und Gefängnissen Zuflucht nehmen, bevor die Regierung ein sog. Safe-House in Folge der Mordrohungen zur Verfügung stellte.
In einem gestrigen Gespräch mit uns zeigte er sich verwundert darüber, dass er jetzt unter solchen Umständen leben müsse, "Wo er doch gegen kein Gesetz verstoßen habe."
Sein "Verbrechen" bestand darin den radikalen Islam zu kritisieren und ein 5jähriges Einwanderungsmoratorium für Migranten aus nichtwestlichen Ländern gefordert zu haben.

Redefreiheit kann in Europa nicht mehr länger als selbstverständlich genommen werden.
Nehmen Sie beispielsweise Necla Kelek, eine weitere prominente türkischstämmige Frau aus Deutschland die Zwangsehen und Ehrenmorde thematisiert - sie spricht nur mehr unter Polizeischutz in der Öffentlichkeit.
Vergangenen Mai entging Roger Klöppel, damals Redakteur der deutschen "Die Welt", wohl nur knapp einem Mordanschlag durch einen pakistanischen Studenten, bewaffnet mit einem Messer versuchte dieser in das Bürogebäude der Zeitung einzudringen.
Klöppel`s Verbrechen bestand darin die dänischen Mohammed-Karikaturen nachgedruckt zu haben, die im gesamten Mittleren Osten zu Protesten und zu Morddrohungen gegen Zeitungsherausgebern in ganz Europa geführt hatten.

Die Karikaturisten welche ursprünglich die Mohammed-Karikaturen für die dänische Zeitung Jyllands-Posten gezeichnet haben wagen noch immer nicht in der Öffentlichkeit aufzutreten. Flemming Rose, der Kulturredakteur der Zeitung sagte uns, dass er für gewöhnlich bei öffentlichen Auftritten unter Polizeischutz steht. Er hält den Mangel an Solidarität mit den Opfern des radikalen Islams für "ziemlich beängstigend", es gäbe, "Zuwenig Aufbegehren in dieser Sache."

Die neuen Dissidenten sind eine Begleiterscheinung des Aufstiegs des politischen - und radikalen - Islams in Europa.
Doch beängstigender für sie, und für alle Bürger freier Gesellschaften, ist die scheinbare öffentliche Indifferenz gegenüber ihrer Misere.
Wenn derartiges dieser Tage als "normal" durchgeht, dann wird die stückweise Erosion von Europas demokratischer Struktur nicht zu stoppen sein.

Aus dem Wall Street Journal, Sept 6, 2oo6, gefunden bei der Achse des Guten und von mir ins Deutsche übertragen.

Hier noch die Webseite von Frau Seyran Ates: http://www.seyranates.de
Der gegenüber ich meine Hochachtung und meinen Respekt zum Ausdruck bringen möchte.

Montag, September 04, 2006

How the peace was lost once more

Oder: Aufbauhilfe für den Arsch.

Fuad Siniora, seines Zeichens Ministerpräsident des Libanon, führt einmal mehr vor weshalb im Nahen Osten Frieden schaffen so schwer ist und weshalb der Libanon wohl auch in Zukunft keine nachhaltig positive Entwicklung nehmen wird.
Nicht genug, dass er sich völlig deplatziert bei der kürzlich in Schweden abgehaltenen internationalen Geberkonferenz für den Libanon in einer langatmigen, wie die Zuhörerschaft klar erkennbar langweilenden, Suada gegen Israel erging - auf die zur Schande der westlichen Geberländer und des Gastgebers keine passende Distanzierung oder Klarstellung erfolgte.
Nein, nicht genug des Mangels an Selbstkritik (welch ein Unterschied zu Israel) wie politscher Kompetenz, er setzt in Folge noch einen drauf und erklärt, dass der Libanon das letzte arabische Land sein werde das mit Israel Frieden schließen wird.
Noch einiges weitere hat er in dem Zusammenhang von sich gegeben auf das ich jetzt nicht im Detail eingehen möchte und das jeder selbst nachlesen kann, etwa die Weigerung zu einem hochrangig besetzten Treffen mit Israels Ehud Olmert sei noch erwähnt.

Jetzt sollten sich die Geberländer aber schleunigst die Frage stellen, ob wir solchen Leuten - bei allem Mitgefühl für die libanesische Zivilbevölkerung - tatsächlich unsere Hilfsgelder ohne Vorbedingung in den Rachen werfen sollen oder ob dieses Land, bei der bereits erkennbaren Entwicklung, auch nur einen einzigen Tropfen Blutes eines UN-Soldaten wert ist.
Denn eines ist diese libanesische Führung selbst abseits der Hisbollah offenbar nicht: lernfähig.

Montag, August 28, 2006

Games Convention - werden wir jetzt alle Massenmörder?

Hochverehrte Leserschaft. Die Games-Convention in Leipzig ist gestern zuende gegangen, und sie war ein Riesenerfolg. Noch nie so viele Besucher, weit mehr als selbst die Optimisten erwartet haben. Ein Riesenmarkt, große Investitionen, brummende Geschäfte. Ein Lichtblick in Deutschland, wo alle nach dem langersehnten Aufschwung lechzen.

Aber dann sind sie schon wieder da, die sorgenfaltendurchfurchten Bedenkenträger: Nicht nur, dass 80% der Besucher männlich seien (das kann einem bei anderen Messen ja auch begegnen) nein, das schlimme sei doch: fast alle Spiele thematisierten mehr oder minder den Krieg? Ja haben wir aus dem Massaker von Erfurt denn nichts gelernt? Wissen wir nicht, dass kriegspielende Kinder früher oder später zu Massenmördern mutieren? Wird es 2020 noch Deutsche geben, oder sind wir alle tot, dahingeschlachtet von unserer eigenen Jugend, die mit der Pumpgun in der Hand ihre virtuellen Träume in blutige Taten umsetzt?

Die Fakten sprechen sämtlich dagegen, was nichts daran ändert, dass dieses Geschwätz weiter anhält. Niemand dieser Schwätzer war je auf einer LAN-Party, wo mal Dutzende, mal Hunderte von Jungs, Männern - und ein paar weiblichen Exotinnen - sich stundenlang tonnenweise Blei in die gegenseitigen Avatare ballern, und kaum dass sie den Blick vom Monitor abwenden, in entspannter Freundschaft miteinander umgehen. Keiner von denen war wahrscheinlich je auch nur in eine heftigen Diskoschlägerei verwickelt. Wann denn auch? Die Nächte sind doch zum Spielen da.
Aber damit kommen wir auch schon zum eigentlichen Punkt, um den sorgfältig herumgeredet wird. Nicht, dass das seit alters alle Jungengenerationen prägende Kriegsspiel (ob Ritter, Räuber und Gendarm, Cowboy und Indianer oder Piraten) nun auf dem Computer weitergespielt wird, ist wirklich ein Problem (als hätten die Jungs früher mit der Schwester zusammen die Puppenstube entstaubt).

Nein, die Bedrohung liegt im Computerspiel an sich als Zeitvertreib. Denn Computer machen alles effektiver. Und wer sie zum Zeitvertreib einsetzt, vertreibt die Zeit in einer Effizienz, dass es einem Angst und Bange werden kann. Computerspiele werben damit, dass sie 2000 und mehr Stunden Spielspaß bieten. Wo sollen die her kommen? Wenn wir pro Spiel also 2000 Mannstunden (wie gesagt, die Frauen dürfen wir hier ausnahmsweise vernachlässigen) hochkonzentrierte Arbeitskraft abziehen, was bedeutet das bei Spielen mit Millionenauflage für unser Land, unsere Wirtschaft, unsere Kultur, unsere Gesellschaft?

Die Spiele haben zum Teil einen erheblichen "Suchtfaktor". 2000 Stunden Spielspaß dürfen ja nicht ab den ersten 40 Minuten langweilig werden. Nein, die virtuelle Realität entführt den Spieler, lockt ihn mit Erfolgserlebnissen, die in der Wirklichkeit nur dünn gesät sind (oder wer von uns hat schon mal einen Drachen erlegt oder eine hochkriminelle Terrorbande im Alleingang entwaffnet?), und bietet Anreize, dabei zu bleiben, besser zu werden, noch größere und phantastische Taten zu vollbringen, seine Technik, seine Ausrüstung, seine Strategie zu verbessern, damit alles auf den 2000 Stunden entfernten Endgegner zuströmt mit einer Energie, der sich keiner widersetzen kann.

Noch heftiger sind dann die vernetzten Spiele, in denen man anderen Spielern in Echtzeit begegnet und mit ihnen oder gegen sie phantastische Abenteuer besteht - ob im Antiterrorkampf von Couterstrike oder der phantastischen Märchenwelt von World of Warcraft. So bietet das Computerspiel etwas, was es sonst nicht hatte: Soziale Bindungen, Kameradschaft - manchmal sogar Romantik.

Aber was ist der Preis? Wenn man auf solche Computerspielertreffen geht, was die Bedenkenträger ja nicht tun, dann fällt eben nicht das extreme Gewaltpotential auf. Was auffällt, sind die oft relativ blassen Gesichter, die vergleichsweise hohe Zahl an Singles, und eine verhältnismäßig geringe Zahl von beruflich wirklich erfolgreichen Leuten.

Die Zeit, die die Computerspiele verschlingen - und das auch unterhalb der pathologischen Spielesucht - fehlt ja irgendwo. Die Jungs gehen eben nicht in die Disco - oder sonst irgendwo hin. Sie bleiben zuhause. Und es sind nicht nur Jungs, das Durchschnittsalter steigt stetig. Auch Männer vernachlässigen Familie und Beruf, weil das Zocken in der virtuellen Welt attraktiver ist.

Das Leben, das ein Spieler mal als extrem langweiliges Spiel mit verdammt guter Grafik beschrieben hat, wird zunehmend zurückgestellt, weil es viel anstrengender ist. Niemand muss bei Counterstrike die Klos putzen oder in den Hallen von World of Warcraft staubwischen. Und wer diese Aufgaben zuhause erledigt, ist für die Dame seines Herzens deshalb noch lange kein Held, denn derlei wird als selbstverständlich erwartet.

Im Beruf ist es kaum besser, die Gegner sind zäh, die Aktenberge lassen sich nicht wegzaubern, die Anerkennung fällt oft auch mau aus. Und je übernächtigter man nach einer durchzockten Nacht bei der Arbeit aufkreuzt, desto unwahrscheinlicher werden auch dort selbst bescheidene Erfolgserlebnisse. Die holt man sich dann eben wieder am Rechner und der Kreis schließt sich.

Ich wäre hochinteressiert, mal Zahlen zu bekommen, wie weit der Nutzen durch Umsatz, Profit und Arbeitsplätze in der Computerspieleindustrie im Verhältnis steht zum volkswirtschaftlichen Schaden durch Arbeitskraftverlust, aber auch zerstörte Familien und Erosion im kulturellen Bereich anderer Freizeitgestaltung. Vielleicht will ich die Zahlen aber auch gar nicht so genau wissen.

Aber Grüße von Neil Postman möchte ich an dieser Stelle auf jeden Fall ausrichten

Heidelbaer
Philippika

Donnerstag, August 24, 2006

Und die Familie weiß von nichts...

Er hat sich gestellt. Der zweite Wannabee-Attentäter ist jetzt in der Hand der libanesischen Behörden. Er wird im Spezialgefängnis des Innenministeriums für Terrorverdächtige verhört. Ich will jetzt nicht darüber spekulieren, ob Human Rights Watch diesen Komplex jemals von innen gesehen hat, und ob es legitim wäre es mit Guantanamo und Abu Ghraib in einem Atemzug zu nennen. Ich glaube, ich will es auch nicht wissen.

In diesem Beitrag geht es auch um etwas anderes: Um die übriggebliebenen. Die lieben Eltern, Onkels, Tanten und Cousins, die ihn alle als einen lieben, folgsamen Jungen beschreiben, der nie irgendwas mit Politik und Islamisten zu tun gehabt hätte.

Aus dem doch was hätte werden können, wo man ihm doch ein Studium in Deutschland ermöglicht hätte. Es könne sich nur um einen schrecklichen Irrtum handeln.

Ach, haben wir das nicht alles schon gehört? Vom Vater Muhammad Attas zum Beispiel, der erst meint, sein Sohn habe am 12.9. noch gelebt, dann wirft er dem CIA vor ihn als Täter missbraucht und ferngelenkt ins WTC gesteuert zu haben, um schließlich dann doch stolz auf ihn zu sein, dass er es den Amis gezeigt hat?

Was sollen wir also von Familie H. halten? Vielleicht lassen wir einfach die Vornamen auf uns wirken: Khaled, so etwas wie Kämpfer, heißt der Cousin, den sie im ZDF als ersten interviewten. Shahid, Märtyrer, so wie ich die Selbstmordattentäter nennen, heißt der Vater. Und Jihad nennt er seinen Sohn. Der Märtyrer zeugt den Heiligen Krieg. Manchmal kann die Wahrheit so einfach sein...

Heidelbaer

Mittwoch, August 23, 2006

Philippika: Danke, Libanon!

Das tut man doch gerne, statt Häme auch mal ein ganz und gar ernst gemeintes:
Philippika: Danke, Libanon!
Denn es wird klar, dass der Erfolg in der Fahndung nach den "Kofferbombern" auch einem (man hat dort mehrere) Geheimdienst Libanons zu verdanken ist.
Der Kampf gegen den Terror ist also noch nicht verloren.

Heidelbaer

Samstag, August 19, 2006

Danke, Libanon!

Wir verdanken dem Libanon so viel!

Hat man sich nicht im Libanon gescheiterter Pastorenkinder angenommen, damit sie wenigstens echte Terroristen werden? Wurden in der Bekaa-Ebene nicht nur die besten unserer RAF ausgebildet, die dann mit Bomben und Pistolen einen schmutzigen Krieg gegen Politiker, Militärs und Wirtschaftsvertreter führte? Wie langweilig wären die 70er und 80er Jahre doch ohne diesen Thrill gewesen, diese tollen Plakate mit "Vorsicht! Schusswaffengebrauch!" drunter. Es war eine tolle Zeit.

Danke, Libanon!

Aber nicht nur das! Unsere RAF hatte Freunde gewonnen in Libanon, echte Libanesen und Freunde der palästinensischen Terrorkumpels diverser Parteien und Gruppierungen. So wurde ein Flugzeug von uns entführt, dessen Pilot erschossen und ein Fluggast zu Tode geängstigt, weil er einen Montblanc-Füller hatte, Sie wissen schon, der mit dem Judenstern. Endlich konnte mal ein Deutscher lernen, wie es ist, Jude zu sein und wehrlos bewaffneten Antisemiten zu begegnen. Da lernt man mehr als in Schindler's Liste.

Danke, Libanon!

Nachdem Weder die UN, noch Israel bis in die 80er Jahre hinein Euer Land nicht befrieden konnte, habt ihr in Sabra und Shatila gleich zwei mal gezeigt, wie man das Palästinenserproblem "libanesisch" lösen würde. Seit dem haben wissen wir endlich, dass auch die Juden (obwohl sie weder die christliche Falangisten, noch die schiitische Amalmiliz stellen) auch nicht besser sein sollen als die Nazis.

Danke Libanon

Nun habt ihr seit einem Jahrzehnt es nicht geschafft, die Hisbollah zu entwaffnen, trotz UNO-Beschluss und israelischem Truppenabzug und vieler internationaler Beobachter. Das ist toll, denn nun können wir endlich auch mal im Nahen Osten einmarschieren. Unsere Bundeswehr sucht schon länger neuer Herausforderungen. Und so etwas, wie die Kameraden von unseren französischen und amerikanischen Freunden am 23. Oktober 1983 erlebten, kennen wir noch nicht. Das sind ganz neue Erfahrungsmöglichkeiten!

Danke Libanon!

Ach, überhaupt die 80er! Wir erinnern uns noch an den tollen Werbespruch der Bahn: vor 150 Jahren war Bahnfahren noch aufregend, jetzt ist es wieder so weit. Damit meinten sie ihren langweiligen ICE. Richtig prickelnd sind doch erst Bomben mit Gasflaschen und Brandbeschleunigern, wie sie so freundliche Gäste aus Libanon in unseren Regionalzügen deponierten. Endlich schluss mit dem langweiligen Dösen im Zugabteil!

Danke Libanon!

(Ja, dieser Text ist satirisch, und der Autor ist sich bewusst, dass die Libanesen selbst am meisten unter Terror, Gegenschlägen und Bürgerkrieg leiden. Ihnen gilt das volle Mitgefühl und kein hämischer Dank. Aber um so mehr ist es Libanon zu wünschen, endlich eine Regierung zu bekommen, die dem Terror und seinen Brutstätten in diesem schönen Land endlich den Garaus macht. Wenn dies gewünscht wird, helfen wir gerne. Aber wenn Siniora sagt: "Niemand wolle den arabischen Widerstand entwaffnen" dann ist man restlos bedient und sagt einfach nur:)

Danke Libanon

Heidelbaer

Freitag, August 18, 2006

Diskriminierung verhindert Integration!

So einfach ist das - ist es?

Bezug nehmend auf meinen Beitrag Westen, lockend süßes Gift und auf einen älteren Artikel von Sanjay Suri in Outlook India, vom 25.07.2005, erhellendes zur Bildungslage in der Community der sog. British Asians, ein Begriff den man traurigerweise zur Genüge von britischen Terrorverdächtigen her kennt.

"Sanjay Suri ist nicht überrascht, dass die Attentäter von London (Anm.: hier jene der U-Bahn Anschläge!) Pakistanis waren, und versucht den naiven Engländern die Augen zu öffnen über die immensen Unterschiede innerhalb der Gruppe der sogenannten "britischen Asiaten". "Hinter dieser schwammigen Bezeichnung verbergen sich Inder, Sri-Lanker und Bangladeschis die sehr unterschiedliche Lebenswelten bewohnen. Die pakistanische Welt gleicht dabei keiner anderen", meint Sanjay Suri. Vor allem seien die Pakistanis nicht mit den erfolgreichen Indern zu vergleichen. "Tests an den Schulen verorten regelmäßig die Pakistanis am unteren Ende der Skala - diametral entgegengesetzt zu den Indern. 'Im nationalen Durchschnitt erreichen 50 Prozent der Schüler die besten fünf Noten in GCSE-Examen', so Professor Muhammed Anwar vom Centre of Research in Ethnic Relations der Warwick University. ''Bei den Pakistanis und Bangladeschis schaffen das nur 30 Prozent, während Inder und Chinesen weit über dem landesweiten Schnitt liegen.'"

Wer nun möchte kann heraus lesen, dass eben Muslime - als "Minorität innerhalb einer Minorität" - gezielt benachteiligt werden, sei es vorsätzlich oder unbewusst.
Möglich wäre allerdings auch, dass eine postulierte Diskriminierung eben nicht alles erklärt und die innere Einstellung wie Offenheit gegenüber anderen und die Lernkultur auch eine Rolle spielen.
Der Blick auf Indien und China einerseits wie der auf die muslimische Welt andererseits legt nahe, dass letzteres zutreffen dürfte.

Auch lesenswert: Multiculturalism And Its Discontents

Mittwoch, August 16, 2006

Doppelter Traditionsbruch!

Es ist meinem Freund Claudio beschieden gewesen, als erster die Courage Steinmeiers zu würdigen, seinen Besuch in Damaskus kurzerhand abzusagen - nachdem Baschar al Assad nur das tat, was arabische Führer eigentlich immer tun, wenn sie unter sich sind: über die bösen Zionisten zu schwadronieren um von eigenen Fehlern abzulenken.

Aber offensichtlich hat sich die WM-Hymne auch im Nahen Osten einen unerwarteten Widerhall gefunden: Zeit, dass sich was dreht. Und was sich dreht, und den Autokraten von Damaskus bis Teheran zunehmend kühl ins Gesicht weht, ist der Wind. The wind of change, möchte man beinahe pathetisch ergänzen.

Denn was Steinmeier vollbracht hat, ist ein doppelter Traditionsbruch langjähriger europäischer Nahostdiplomatie.

Tradition Eins: Äquidistanz. Es ist beinahe eine heilige Kuh, deren Schlachtung wir erstaunt vor den Bildschirmen quasi live miterleben konnten. Normalerweise hieß es immer: Beide sind Täter, beide sind Opfer, mit beiden muss man reden, beide müssen zurückstecken, beiden muss man zuhören, beide haben Recht und Unrecht zugleich - alles das, was man in unseren Kindergärten auch lernt, wenn sich die Kleinen die Backförmchen im Sandkasten um die Ohren hauen. Nahost, der Sandkasten für Europas erziehungsbeflissene Diplomaten. Und je lauter einer "Der hat aber angefangen!" schrie, desto mehr besann man sich auf eben diese Tugend: Äquidistanz. Schön den gleichen Abstand wahren zwischen den Streithähnen, bloß nicht einem recht geben und den anderen düpieren.

Was die Fakten anging, war dieses Vorgehen allerdings auf einem Auge blind, ja eigentlich sogar auf beiden: Es ist ja nicht erst seit heute offensichtlich, dass Waffenstillstände stets von einer Seite gebrochen werden, dass es eine Seite ist, die immer und beinahe ausschließlich bewusst und gezielt Zivilisten ermordet, dass es eine Seite gibt, die Verhandlungen verweigert, oder durch völlige Bewegungslosigkeit und begleitenden Terror zum scheitern bringt. Und so wirkte die Kindergartendiplomatie Europas so, wie sie wirken musste: die Rowdies, pardon, Terroristen fühlten sich ermutigt, sie hatten mit ihren Massakern an friedlichen Israelis ja auch immer ein bisschen recht. Und die Israelis waren mit ihren Vergeltungsschlägen gegen die Verstecke von Bombenbaufabriken, Terrorpaten und Sprengstofflagern ja auch immer ein bisschen böse.

Nun bricht Steinmeier mit der so liebgewonnenen Tradition der Äquidistanz. Nein, sagt er, zu Leuten, die Menschenschlächter wie die Hizbollah für eine Zierde und Ehre ihrer Nation halten, tut ein bisschen mehr Distanz doch ganz gut. Mit solchen Leuten muss man sich nicht an einen Tisch setzen, man muss sich von solchen Leuten nicht den roten Teppich ausrollen lassen, und sich grinsend händeschüttelnd ablichten lassen für die gleichgeschaltete Propagandapresse, die eben noch Hasstiraden abdruckte, schwarz auf weiß.

Aber damit bricht die zweite Tradition: Bislang war es schnurzpiepegal, was arabische Potentaten in ihrem "inner circle" für Schoten abgelassen haben, es wurde gepflegt ignoriert. Da konnte Arafat "Djiahad, Djihad, Djihad!" ins Mikrophon keifen, er galt immer noch als gemäßigt und friedenswillig. Solange man den westlichen Diplomaten das sagte, was sie hören wollten, war es eben gleichgültig, was man vor den Studenten, Journalisten, Paramilitärs und Jugendverbänden verlauten ließ. Das wurde mehr oder minder als orientalische Folklore abgetan, so, als hätte Eddie Stoiber vor katholischen Landfrauenverbänden den Erzherzog-Johann-Jodler dargeboten. Politische Relevanz wurde dem nicht beigemessen

Damit ist es nun auch vorbei. Irgendwie scheint man in Berlin begriffen zu haben, dass das folkloristische Djihad-skandieren, das gesellige Flaggenverbrennen und das massenmordende Selbstmordattentat vielleicht doch Seiten ein und der selben Medaille sind, einer gepflegten und gehegten Scham-, Zorn- und Hasskultur, die am Ende wahllos mordend gegen Israel aber auch den Westen, ja sogar Europa überschwappt.

Nun hat sich der Wind gedreht, und wer zwischen den Zeilen lesen kann, stellt auch fest, dass Assad und Achmadinedschad zunehmend isoliert in der arabischen Welt da stehen. Längst schon haben sich Libanon und viele nicht-arabische Länder wie die Türkei, Indonesien und andere darauf verständigt, gemeinsam die Entwaffnung der Hisbollah in Angriff zu nehmen. Mit westlicher, womöglich bundesdeutscher Hilfe und - hinter vorgehaltener Hand - in stillschweigender Inanspruchnahme der von Israel geleisteten Vorarbeit.

Nun dürfen wir gespannt sein: Wird sich Assad dem gedrehten Wind anpassen? Oder will er den Sturm der fanatischen Massen entfesseln und damit als arabischer Volkstribun nicht nur Israel, den USA und Europa trotzen, sondern auch all den von ihm als Feiglingen titulierten Nachbarn? Er weiß, er bleibt der letzte übrig, der mit Israel keinen Frieden schließen konnte, und seine Verhandlungsposition um den Golan wird dadurch immer schwächer. Vielleicht wäre es jetzt an der Zeit von Israels Seite aus, ein Angebot zu machen. Die Gelegenheit scheint günstig.

Heidelbaer



Philippika

Dienstag, August 15, 2006

Hut ab!

Wir wollen hier nicht nur meckern. Nun hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier eine Reise nach Damaskus kurzfristig absagt, weil der syrische Diktator Assad der Jüngere eine Brandrede gehalten hat, in der er Hisbollah pries und Frieden mit Israel kategorisch ausschloss. Und soviel ungewohnte Courage wie die von Steinmeier demonstrierte verdient allen Respekt, zumal sich die meisten westlichen Politiker immer wieder gern mit Tyrannen vom Schlage Assads treffen, Menschenrechtsverletzungen hin oder her. Eine löbliche Ausnahme also. Steinmeier – den Namen wird man sich merken müssen.

Westen - lockend süßes Gift

Die gewaltbereiten Islamisten und mit ihnen viele Muslime stören sich in erster Linie nicht an vermeintlicher und echter Diskriminierung, nicht an Afghanistan oder Irak, nicht an Israel oder dem sog. Krieg gegen den Terror.
Sie, bzw. ihre radikalen Vordenker seit Sayyd Qutb, und ihre fundamentalistischen Imame und Rechtsgelehrten fürchten und hassen den Westen weil unser Wertesystem und die mittlerweile globale Moderne ihre religiös fundierte Ideologie bedroht.
Ihre oft bedrängte heimische Intelligenz in Wissenschaft und Kunst ebenso wie ihre Migranten kommen in der Mehrzahl zu uns, sie gehen nicht etwa nach Russland oder China.
Sie kommen zu uns nach Europa und nach Nordamerika - ja, die Radikalen selbst haben bei uns mehr Freiheiten als zu Hause (f.e. Kohmeini in Paris) - noch.
So ergibt sich mitunter die paradoxe Situation, dass sich Flüchtlinge vor dem Islam und Islamisten die in ihrer Heimat strafrechtlich verfolgt werden bei uns begegnen.

Auch deshalb verachten sie uns, und deshalb stoßen sie sich nicht an Xinjiang, nicht an Tschetschenien, werfen Russland nicht beständig vor Afghanistan ins Chaos gestürzt zu haben und erregen sich nicht über Darfur mit mehr als 200 000 toten afrikanischen Muslimen.
Während in ihren Augen wiederum militärische Hilfe für Muslime am Balkan oder humanitäre Hilfe für Muslime weltweit dennoch dem degenerierten Westen nicht positiv angerechnet wird - ja, nicht für ihn sprechen darf.

Unsere Existenz als solche ist ihnen unerträglich, denn Alternativen zum islamischen Gesellschaftsmodell können nicht geduldet werden, selbst wenn dieses Modell nur als Ideal (ideal allerdings immer nur für Muslime) im Kopf der Muslime existiert, und auch historisch wirklich nur mal eben ansatzweise greifbar war.
Und deshalb gilt es Relativierungen von Terrorakten durch Schuldzuweisungen an den Westen entschlossen zurückzuweisen!
Wir sind keine Heiligen und unsere Lebensmodelle sind auch keine Paradiese, bloß gilt dies noch weniger für den Islam in Realität wie Utopie, im Gestern wie im Heute.

Mittwoch, August 09, 2006

Jostein Gaarder gibt den Gagasemiten!

Jostein Gaarder, seines Zeichens norwegischer Schriftsteller und Philosoph (Freund der Weisheit!), ist böse mit Israel.
In einem antisemi ... pardon, kritischen Essay greift er die Parolen von Irans Ahmadinejad auf und spricht Israel ("dem Volk mit den lustigen Steintafeln", O-Ton Gaarder) das Existenzrecht ab: Herr Gaarder in den Nachrichten

Um dem Ganzen noch Nachdruck zu verleihen (oder war es Größenwahn?) bringt er seine Thesen auch gleich im Plural der 1. Person unters Volk - merke, ein Jostein Gaarder spricht nicht nur für sich, er hat Gewichtiges mitzuteilen: "... dass Israel mit seiner skrupellosen Kriegskunst und seinen widerwärtigen Waffen die eigene Legitimität massakriert hat. Die Umwelt solle besonnen und barmherzig reagieren, wenn nun die gesamte israelische Nation aus eigener Schuld zu Fall kommt und Teile der Bevölkerung aus von ihr besetzten Gebieten in eine neuerliche Diaspora flüchten müssen ... "

Herr Gaarder, ich wage die Vermutung, wenn einmal Israelis vor den zärtlichen Waffen des Iran und der Liebenswürdigkeit fanatischer Islamisten in eine erneute Diaspora gezwungen werden, so werden sie sich hüten gerade Ihre Barmherzigkeit und Besonnenheit in Anspruch zu nehmen.

Gaarder weiter: "Über 2000 Jahre haben wir die Lektionen des Humanismus gepaukt. Aber Israel hört nicht darauf."

Was daran liegen mag, dass Israel nur wenig Wert darauf legt im Sinne des 2000jährigen Humanismus erneut gekreuzigt zu werden um das Seelenheil des Herrn Gaarder und anderer um Israel besorgter Europäer ins Lot zu bringen.
Ich denke die Juden haben ihren Teil an Blut- und Menschenopfern gehabt - genug für alle Zeiten.

In- und ausländische Kritik an seiner Person kann Herr Gaarder wiederum nichts abgewinnen: "Sobald man den Staat Israel angreift, bekommt man den Vorwurf des Antisemitismus hinterhergeworfen."

Tja, dass muss dann wohl an den 2000 Jahren Humanismus liegen, andererseits kann man kaum einen Blumentopf als Antwort auf dumpfe und pseudogescheite Selbstgefälligkeit erwarten.
Herr Gaarder, sehen Sie sich an wer Ihnen applaudiert, und sollte es Ihnen tatsächlich zusagen, dann suhlen Sie sich darin!
Wie auch immer, Herr Gaarder hat es mittlerweile vorgezogen sich aus der Debatte zurückzunehmen, die, so O-Ton, "Jetzt ohne ihn stattfinden muss", ganz betroffener Biedermann der er ist.
Wer dennoch die bescheidene Webseite (sein persönliches Gaarder-Wiki) des Herrn Gaarder aufsuchen möchte um ihm seine Meinung zu geigen, kann dies hier tun:
Nachricht an Jostein Gaarder

Zwar steckt er mittlerweile seinen Kopf in den Sand, und Forum wie E-Mail seiner Webseite sind nicht mehr erreichbar, aber diese Diskussionsseite ist offen (Dank der zuverlässigen Wikisoftware).
Achtung: Um dort anonym zu posten (ohne öffentlich einsehbare IP) posten Sie nicht am PC zu Hause, oder melden Sie sich alternativ einfach dort als User an!!!

Dienstag, August 08, 2006

Der große Medienschwindel!

Lizas Welt befasst sich aktuell mit den dreistesten Nachrichtenfälschungen zur Lage im Libanon, darunter auch die Bildern denen die Nachrichtenagentur Reuters aufgesessen ist.
Qualitätsmedien arbeiten anders:

http://lizaswelt.blogspot.com/2006/08/kujau-fr-arme.html

Montag, August 07, 2006

Vom Kommunismus mitten unter uns

Anfang des 20. Jahrhunderts begann Maos Aufstieg. Zuerst als Bandenführer, der sich kommunistischer Methoden wie Säuberungsaktionen bediente, um Angst und Schrecken zu verbreiten, seine Macht auszubauen und, schlicht und einfach, Reichtum anzuhäufen. Dadurch entvölkerte er ganze Landstriche und brachte die Bevölkerung gegen die Kommunisten auf. Seine Massaker sprachen sich in der Provinz herum und die Kommunisten konnten sich wegen des gerechten Hasses der Bauern und Arbeiter gegen sie nur in Randgebieten halten. Dies hat deshalb funktioniert, weil Moskau den einzigen Sohn Chiang Kai Schecks in Geiselhaft hielt wodurch Chiang nur schwer gegen die Kommunisten vorgehen konnte.
Um seinen Sohn freizubekommen ging Chiang einen verhängnisvollen Kompromiss mit Moskau ein; er erkannte die Kommunisten als Partei an, erlaubte ihnen eine Armee aufzubauen (diese sollte ihn eigentlich gegen die Japaner unterstützen, aber Mao baute sie lieber auf, anstatt sie zu verheizen (vor dem Krieg war das Kräfteverhältnis 60:1 für Chiang, danach nur noch 3:1)) und ernannte Shao Li-Tzu, einen kommunistischen Maulwurf, zu seinem zuständigigen Leiter der Medienarbeit im chinesischen Propagandaministerium.
Dies war der entscheidende Fehler. Denn nun konnten die Kommunisten ihre Lügen unter die chinesischen Intellektuellen in den Städten bringen, nun entstand der Mythos vom langen Marsch und dem Kampf für die Bauern (diese interessierten Mao nicht, es sei denn, sie hatten etwas, was man ihnen abpressen konnte). Nun konnte auch der amerikanische Journalist Edgar Snow die Welt über Mao belügen und es wurde ihm bereitwillig geglaubt. Mao war plötzlich sympathisch und seine Morde vergessen.
So und so ähnlich wurden auch die frommen Mythen von der kubanischen und russischen Revolution verbreitet und die Welt himmelte Mao, Che, Fidel, Ho-Chi-Minh, Lenin etc an, die vermeintlichen Helden des Proletariats, die in Wirklichkeit Massaker an Massaker reihten und ihre Nationen ins wirtschaftliche Chaos stürzten.
Wir bejubeln dümmlich Castros Kuba und vergessen bequemlicherweise dabei, dass Kuba vor der Revolution das Land Mittel- und Südamerikas mit dem dritthöchsten Proteinkonsum war (und eine gewaltige Einwandererwelle anzog), mit einem höherem Pro-Kopf-Einkommen als Österreich oder Japan.

In 1960 Castro appointed Che as Cuba's "Minister of Economics." Within months the Cuban peso, a currency historically equal to the U.S. dollar and fully backed by Cuba's gold reserves, was practically worthless. The following year Castro appointed Che as Cuba's "Minister of Industries." Within a year a nation that previously had higher per capita income than Austria and Japan, a huge influx of immigrants and the 3rd highest protein consumption in the hemisphere was rationing food, closing factories, and hemorrhaging hundreds of thousands of its most productive citizens from every sector of its society, all who were grateful to leave with only the clothes on their back.

Pol Pot und Co. werden weitab vom Kommunismus gestellt, obwohl es bei jeder kommunistischen Revolution zu grausamsten Ereignissen kam, ja kommen musste wie Friederich von Hayek schon in den 20er Jahren nachwies.
Die Propagandamaschinerie der Kommunisten läuft und läuft und zeigt interessanterweise Wirkung über den Tod des Sowjet-Imperiums hinweg. Die Propaganda scheint heutzutage sogar erfolgreicher zu sein, als zu Zeiten, als Studenten massiv mit Material aus der sowjetischen Presse versorgt wurden. Indoktrinierung verschwindet nicht so leicht aus den Köpfen. Vermutlich liegt der Erfolg darin, dass aus diesen Studenten nun Redaktionsleiter und bis vor kurzem sogar aus einem ein deutscher Bundeskanzler wurde.
Wenn dieser Entwicklung nicht Einhalt geboten wird, wenn solche Lügen weiterhin, sogar mit Hilfe unserer Steuergelder, verbreitet werden dürfen, wenn Kommunisten weiterhin antisemitisch agieren dürfen, dann werden viele den Kampf gegen die Kommunisten noch mit dem Tod bezahlen müssen.

Die Demokratie muss wehrhaft gegenüber Kräften sein, welche sie beseitigen wollen!

Donnerstag, August 03, 2006

HRW: nur halb so viel Opfer in Kana

Wir hatten es ja schon erwartet, die Erfahrungen in Djenin haben es gelehrt, dass "Massaker" zur Not frei erfunden werden, wenn es gilt, Israel diplomatisch in Misskredit zu bringen. Die Öffentlichkeit glaubt ja auch zu gerne den "offiziellen" Zahlen der Behörden, ob sie nun palästinensisch oder libanesisch sind.
Nun hat Human Rights Watch in einem instgesamt komplett israelfeindlich gehaltenen Artikel die Zahlen der libanesischen Behörden mal eben halbiert:
http://www.hrw.org/english/docs/2006/08/02/lebano13899.htm
Wir dürfen gespannt sein, was am Ende der Untersuchungen herauskommt.

Heidelbaer

Vom Leben der Made im Speck

oder
vom Dasein eines deutschen Neonazis


Nennen wir ihn Michael, unseren Neonazi, und schauen wir uns einmal an, wie es ihm so geht, in einem Land, das fest daran glaubt, sich der Probleme mit Michael und Seinesgleichen entledigt zu haben. Schließlich wird mit denen doch suppi hart umgesprungen!

Frühmorgens um 11 beginnt Michaels anstrengender Tag. Er quält sich mühsam aus dem Bett, um sich, während des Frühstücks, die neuesten Nazi-News und die letzte Überweisung vom Sozialamt im Internet anzuschauen und um sich mit Seinesgleichen per Email auszutauschen und zu organisieren. Pünktlich zum Schulschluss findet er sich vor der örtlichen Schule ein, um seine jungen Fans ("schau mal, der muss nichts arbeiten, hat viele Anhänger und er schützt uns vor den muslimischen Erpressern“) zu empfangen und unentschlossene Kinder zu "informieren". Nach so viel liebevoll-aufopfernder Sozialarbeit an unserem Nachwuchs, schaut Michael noch bei Frau Maier (sie "mag ja die Nazis nicht, aber Michael ist so ein lieber Junge und für Zucht und Ordnung und auch für Arbeitsplätze haben sie damals schon gesorgt, das muss man ja sagen dürfen und heute haben sie doch wieder alle keine Arbeit und die Juden...") vorbei, um ihr beim Einkauf zu helfen.
Danach schaut er noch kurz im "Club" vorbei, wo dann die nächste Demo und der nächste publikumswirksame Auftritt -- heute ein Grillfest für finanzschwache Familien! -- geplant wird. Nach ein paar Bierchen zu viel, gönnt er sich seinen wohlverdienten Schlaf. Er träumt davon, dass er und seine Freunde genügend Menschen überzeugen können, um wie einst sein oberlippenbärtiges Vorbild, den Staat übernehmen zu können - oder einfach davon, ein paar Ausländer zu "klatschen", wie er sich ausdrückt.



So, oder so ähnlich dürfte der Tag eines Neonazis wohl ablaufen. Tatsächlich lungern Hunderte von ihnen vor unseren Schulen herum, um, finanziert durch unsere Steuergelder, neue Anhänger zu sammeln. Es werden viele Stunden freiwilliger Arbeit geleistet, bezahlt aus unserem Steuersäckel, im Sinne eines positiven Echos in der Bevölkerung - eine wunderbare Werbekampagne! Man muss es sagen wie es ist: sie können schalten und walten, wie sie wollen und werden dafür noch von eben dem Staat finanziert, der ihnen in der (grauen) Theorie den Kampf ansagt. Wir meinen jeden schützen und sogar finanzieren zu müssen und stören uns nicht einmal daran, dass manche, in der freien Zeit die wir ihnen bezahlen, an unserem Stuhl und an unseren Werten sägen.

"Wir haben aus den Fehlern der Weimarer Republik gelernt" - wo denn??? Weil die Macht des Präsidenten beschnitten wurde? Weil Verfassungsänderungen jetzt explizit sein müssen? Weil die Stellung der Bundesregierung gestärkt wurde? Darüber lachen Fundamentalisten. Der einzige Weg, die Demokratie zu sichern, besteht darin, alle antidemokratischen Bewegungen deutlich zu benennen und zu bekämpfen. Oder wenigstens nicht weiterhin zu finanzieren. Keine Toleranz der Intoleranz! Ich kann doch jemanden nicht auch noch dafür belohnen, dass er mich bedroht.

Derzeit wird die Gefahr, welche uns von verschiedenen Ideologien droht verharmlost. Es mag sein, dass die Nazis vorerst in Deutschland kein Bein auf den Boden bekommen. Dies liegt jedoch weniger an den Entnazifierungsgesetzen, auf welche sich Artikel 139 GG beruft (die Deutung dieses Artikels ist höchst umstritten und damit in alle möglichen Richtungen auslegbar), sondern an einer Bevölkerung, die die Nazis (noch?) zutiefst ablehnt.

Gefährlicher sind Ideologien, die unsere Demokratie ablehnen, aber von breiten Teilen der Bevölkerung entweder verehrt oder schlicht übersehen werden. Drei Ideologien, welche unsere Staatsform ablehnen und sofort abschaffen würden, wenn sie könnten, schließen derzeit unheilvolle Allianzen. Vorerst begnügen sie sich damit, sich gegen Israel und die USA zusammenzuschließen. Sie sind sich wohl bewusst, somit bei der Bevölkerung die größten Pluspunkte zu sammeln.

Bei diesen Drei handelt es sich um Links- und Rechts-.außen, sowie den radikalen Islam. Es mag dagegengehalten werden, dass sich diese drei Ideologien spinnefeind seien. Doch ein gemeinsamer Feind eint und die anderen Konkurrenten kann man auch später beseitigen, wenn der stärkste Feind besiegt ist. Ribbentrop-Molotov docet. Genau so lief es auch in der Weimarer Republik. Rechts und Links destabilisierten vereint das Land, da sie beide darauf hoffen konnten, dann den Laden zu übernehmen. Hätten sich die Kommunisten zusammen mit der Mitte gewehrt, hätte es niemals ein 3. Reich gegeben (die haben Hitler sogar an die Macht GEZWUNGEN, weil sie sich gutmenschlich-heuchlerisch weigerten, mit dem Klassenfeind SPD zu koalieren!!!). Hätte man beide sofort bekämpft, als man merkte, dass es sich um unheilbar demokratiefeindliche Parteien handelt, hätten wir immer noch das funktionierende "Multikulti" mit unseren jüdischen Mitbürgern(!).

Leider haben wir aus diesem Fehler viel zu wenig gelernt und deshalb wird mir wohl niemand sagen können, was passieren würde, wenn "Die Linke" auf 30%, die DKP auf 20% und eine Muslim-Partei auf 30% kämen und jede dieser Parteien bewaffnete Horden aufstellten und sich langsam radikaleren Parteigrundsätzen verschriebe. Natürlich erst, nachdem sie die Gesetze dementsprechend angepasst haben. Wo bliebe in diesem Fall die Selbstschutzfunktion der Demokratie? Um unsere Werte nicht zu gefährden, setzen wir sie aufs Spiel. Um einem Nazi sein Recht auf Sozialhilfe (gibt es so etwas???) zu geben, setzen wir uns dieser Gefahr aus.

Wir müssen lernen, uns klar dagegen auszusprechen, wogegen wir sind und dies auch glaubhaft bekämpfen. Sonst ergeht es uns wie der Weimarer Republik, die Hitler nur kurz wegsperrte, woraufhin er im Gefängnis "Mein Kampf" schrieb und sich über diese milde Strafe kaputtlachte. Was heißt "sonst"? Es geht uns doch schon längst so, oder was unternimmt der Staat gegen Jugendliche, die Jugendliche einer anderen Glaubensrichtung "abzocken"? Was unternimmt er gegen Jugendliche, die andere wegen ihrer Hautfarbe, oder weil sie Juden sind, besinnungslos prügeln? Was unternimmt er gegen Michael, der Kindern seine Vision vom arischen Deutschland nahe bringt und gegen Mustafa, welcher seinen Kindern erklärt, dass Christen Dhimmis seien und gegenüber Muslimen keinen Wert hätten? Was übernimmt er gegen Kommunisten, welche bis zum heutigen Tag Propaganda von Lenin, Che Guevara, Mao, oder einem anderen Massenmörder verbreiten dürfen?

Nichts! Nada! Nothing! Um vermeintlich unseren Werten nicht zu widersprechen, opfern wir alles. Hitler, Stalin, Bin Laden und ihre Freunde lachen sich über uns kaputt..